Bundestrainer Christian Wück hat seinen Kader für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele bekanntgegeben, doch ein prominenter Name fehlt auf der Liste: Vanessa Fudalla. Trotz ihrer aktuellen Spitzenposition in der Torschützenliste der Frauen-Bundesliga wurde die Stürmerin von Bayer 04 Leverkusen nicht für die Partien gegen Slowenien und Norwegen berufen.

Überragende Quote in der Frauen-Bundesliga

Sportlich liefert die 24-Jährige derzeit kaum Argumente für eine Nichtberücksichtigung. Seit ihrem Wechsel von RB Leipzig an den Rhein im vergangenen Sommer spielt Fudalla die Saison ihres Lebens. Nach 17 Spieltagen führt die Angreiferin die Torjägerliste mit zwölf Treffern an und legte zudem fünf weitere Tore für ihre Mitspielerinnen auf. Mit dieser Ausbeute pulverisierte sie nicht nur ihren persönlichen Bestwert von zehn Saisontreffern, sondern belegt auch Platz drei in der Scorer-Wertung der Liga. Zuletzt traf sie im rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln.

Wück sieht „andere Spielerinnen vor ihr“

Trotz dieser Leistungsdaten muss sich die Leverkusenerin weiter gedulden. Christian Wück begründete seine Entscheidung auf der Pressekonferenz deutlich, wenn auch nicht endgültig. Der Bundestrainer erklärte, dass er auf ihrer Position aktuell „andere Spielerinnen vor ihr“ sehe. Diese Einschätzung habe sich auch durch die jüngsten Auftritte in der Bundesliga nicht geändert.

Der Fokus des Trainerteams liegt laut Wück auf der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Er müsse bewerten, welche Spielerin es schaffe, „international so zu bestehen, dass wir als Nationalmannschaft auch profitieren können“. Dennoch betonte er, dass die Tür für keine Spielerin geschlossen sei.

Der Traum vom DFB-Debüt lebt weiter

Für Vanessa Fudalla, die seit der U15 sämtliche Nachwuchsmannschaften des DFB durchlaufen hat, bleibt die A-Nationalmannschaft das große Ziel. Bereits im Dezember äußerte sie gegenüber dem Verband, dass ein Einsatz für Deutschland ein absoluter Traum wäre. Die Kommunikation seitens des DFB scheint indes offen zu sein: Wück hatte der Top-Scorerin seine Sichtweise bereits erläutert. Fudalla akzeptierte dies professionell und antwortete auf dem Platz mit fünf weiteren Toren als Bewerbungsschreiben – für eine Nominierung reichte es diesmal jedoch noch nicht.

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