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Wenige Tage nach der bitteren 0:1-Niederlage im WM-Finale gegen Spanien schließt Leandro Paredes einen Abschied aus der argentinischen Nationalmannschaft nicht aus. Der 32-jährige Mittelfeldspieler erklärte, dass die kräftezehrenden 120 Minuten in New York sein letzter Auftritt im Trikot der Albiceleste gewesen sein könnten. Ob der Routinier seine internationale Karriere fortsetzt, ist aktuell völlig offen.

Zukunft in der Nationalmannschaft noch ungewiss

Im Interview mit dem US-Sportsender ESPN ließ der Weltmeister von 2022 tief in sein Seelenleben blicken. Er machte deutlich, dass der Kader vor einem Umbruch stehen könnte. Für viele Spieler sei nun der Moment gekommen, um über ihre sportliche Zukunft zu entscheiden. Paredes betonte, dass es nach den erfolgreichen vergangenen Jahren enorm schwer werde, dieses hohe Niveau zu halten und als Mannschaft weiterhin optimal zu funktionieren.

Der Profi der Boca Juniors räumte ein, dass er selbst noch keine endgültige Entscheidung getroffen habe. Er wisse nicht, ob er noch einmal bereit sei, das blau-weiß gestreifte Trikot überzuziehen. Ein solcher Entschluss müsse in Ruhe getroffen und gut durchdacht werden. Damit liegt ein baldiger Rücktritt des Defensivspezialisten durchaus im Bereich des Möglichen.

FIFA-Ermittlungen nach Ausraster im Endspiel

Dass die Nerven bei dem 32-Jährigen derzeit blank liegen, zeigte sich bereits unmittelbar nach dem Schlusspfiff des Endspiels. Paredes war auf dem Rasen komplett ausgerastet und hatte für eine handfeste Auseinandersetzung gesorgt. Dieser Vorfall wird aktuell noch von der FIFA untersucht und untermauert die enorme emotionale Anspannung, unter der die argentinischen Spieler nach dem verpassten Titelgewinn stehen.

Großer Respekt vor dem spanischen Weltmeister

Trotz der großen Enttäuschung und der hitzigen Szenen zeigte sich der Mittelfeldmann im Nachgang als fairer Verlierer. Er stellte klar, dass Spanien im Endspiel die überlegene Mannschaft und somit der verdiente Gewinner der Weltmeisterschaft sei. Bis der Schmerz über die knappe Niederlage verheilt ist, wird laut Paredes allerdings noch eine lange Zeit vergehen.

Dennoch blickt er stolz auf die Leistung seines Teams zurück. Die Mannschaft habe ein Turnier gespielt, mit dem sich die Menschen in der Heimat identifizieren konnten. Teil dieser Ära zu sein, betitelte er als unglaubliches Vergnügen.

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