12

Der Weltfußballverband FIFA hat nach den hitzigen Tumulten im Anschluss an das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien offizielle Stellungnahmen aller Beteiligten gefordert. Die Disziplinarkommission leitet umfangreiche Verfahren wegen physischer Gewalt und politischer Botschaften ein, um die Vorfälle lückenlos aufzuarbeiten.

Handgreiflichkeiten überschatten spanischen Titelgewinn

Nach dem hart umkämpften 1:0-Erfolg der Iberer nach Verlängerung entluden sich die Emotionen auf dem Rasen auf unschöne Weise. Im Zentrum der Untersuchungen stehen insbesondere Akteure der südamerikanischen Auswahl. Die FIFA ermittelt gegen den Mittelfeldspieler Leandro Paredes gleich in drei Fällen. Der Routinier soll dem spanischen Youngster Gavi ins Gesicht gefasst und ihn anschließend zu Boden gestoßen haben. Auch Teamkollege Nahuel Molina steht im Fokus der Disziplinarwächter, da er Spaniens Kapitän Rodri einen Faustschlag gegen die Brust versetzt haben soll.

Passend zum Thema

Die Vorfälle zwingen nun nicht nur die beschuldigten Argentinier, sondern auch Gavi zu einer offiziellen Äußerung. Darüber hinaus weitet der Verband die Ermittlungen auf den argentinischen Spieler Thiago Almada sowie Co-Trainer Roberto Ayala aus.

Politische Banner und Fan-Fehlverhalten

Doch die sportlichen Entgleisungen sind nicht der einzige Grund für das harte Durchgreifen. Auch gegen den argentinischen Verband läuft ein offizielles Verfahren. Die Liste der Vorwürfe ist lang: Diskriminierende Gesänge, verspätete Anstöße und das Werfen von Gegenständen durch die Anhänger der Albiceleste stehen auf der Agenda.

Besondere Brisanz birgt zudem ein Vorfall aus dem Halbfinale. Nach dem 2:1-Sieg über England präsentierten argentinische Spieler ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ (Die Falkland-Inseln gehören zu Argentinien). Diese politische Botschaft, die auf den Krieg im Südatlantik von 1982 anspielt, hat weitreichende Folgen. Die britische Regierung hatte umgehend reagiert und eine strenge Untersuchung der Vorfälle gefordert. Die FIFA-Disziplinarkommission wird nun alle gesammelten Berichte auswerten und zu gegebener Zeit über mögliche Strafen entscheiden.

Verwandte Beiträge

Warum Sportwetten-Magazin vertrauen?