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Die belgische Nationalmannschaft steht im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026. Nach einem denkwürdigen Comeback-Sieg gegen den Senegal treffen die „Roten Teufel“ in der K.o.-Runde nun auf die USA. Doch anstatt durch spielerischen Glanz aufzufallen, prägen bislang interne Konflikte und mühsame Arbeitssiege das Bild der Belgier bei diesem Turnier.

Romelu Lukaku: Vom Torjäger zum Streitschlichter

Im entscheidenden Gruppenspiel gegen den Senegal stand die belgische Auswahl kurz vor dem Abgrund. Bei einem 0:2-Rückstand lagen die Nerven blank, was sich in einer hitzigen Auseinandersetzung zwischen Leandro Trossard und Youri Tielemans entlud. In dieser kritischen Phase übernahm Romelu Lukaku unerwartet Verantwortung abseits des Balles. Der 33-jährige Stürmer schritt in der Trinkpause mit stoischer Ruhe ein und trennte die beiden Streithähne entschlossen voneinander.

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Nationaltrainer Rudi Garcia lobte das beherzte Eingreifen seines bulligen Angreifers ausdrücklich: „Romelu hat versucht, beide zu beruhigen. Ich mag das.“ Diese neu gefundene Einheit auf dem Platz zahlte sich aus: In einer spektakulären Aufholjagd drehten die Belgier die Partie und sicherten sich nach Verlängerung einen kaum noch für möglich gehaltenen 3:2-Erfolg.

Letzte Titelchance für die goldene Generation

Im Achtelfinale (Dienstag, 02:00 Uhr MESZ) wartet nun das Team der USA auf die Europäer. Das Duell gilt als weiterer Lackmustest für eine belgische Mannschaft, die sich in einem schwierigen Umbruch befindet. Für die alternden Stars der sogenannten „Goldenen Generation“ – darunter Thibaut Courtois (34), Kevin De Bruyne (35) und Axel Witsel (37) – ist es wohl die allerletzte Chance, das langjährige Versprechen auf einen großen Titel endlich einzulösen.

Gleichzeitig tun sich die jungen Talente noch schwer, in die großen Fußstapfen zu treten. Hoffnungsträger Jérémy Doku vom englischen Meister Manchester City konnte bei diesem Turnier noch keine offensiven Akzente setzen und steht bei null Toren und null Vorlagen. Gegen die unangenehm zu spielenden Amerikaner muss Belgien nun beweisen, dass der Zusammenhalt stark genug ist, um das graue Image abzustreifen und echten WM-Glanz zu versprühen.

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