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Die Weltmeisterschaft fordert ihre nächsten prominenten Abgänge auf den Trainerbänken. Nach dem dramatischen Aus im Achtelfinale hat Mexikos Nationaltrainer Javier Aguirre seinen Rücktritt aus dem Fußballgeschäft verkündet. Auch in Ghana gibt es personelle Konsequenzen: Carlos Queiroz legt sein Amt nach der Sechzehntelfinale-Pleite gegen Kolumbien nieder und hinterlässt deutliche Kritik am Verband.

Generationswechsel in Mexiko: Márquez folgt auf Aguirre

Es war ein emotionaler Schlusspunkt im geschichtsträchtigen Aztekenstadion. Nach der bitteren 2:3-Niederlage gegen England zog Javier Aguirre einen finalen Schlussstrich unter seine dritte Amtszeit bei El Tri. Der 67-Jährige kündigte nicht nur seinen Abschied von der Nationalmannschaft an, sondern beendet seine Karriere an der Seitenlinie endgültig: „Ich sage auf Wiedersehen zum Fußball. Auf Wiedersehen zum Aztekenstadion. Ich gehe mit Stolz“, erklärte der Routinier, der die Mexikaner bereits 2001 und 2009 betreut hatte.

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Die Nachfolge ist bereits geregelt und verspricht einen nahtlosen Übergang. Die 47-jährige Fußball-Ikone Rafa Márquez, der in den vergangenen zwei Jahren bereits als Assistent im Betreuerstab agierte, übernimmt ab sofort das Zepter. Damit startet für Mexiko eine neue Ära, die auch dringend nötig scheint. Im Umfeld des Teams hatte es zuletzt Unmut über Kadernominierungen und taktische Entscheidungen gegeben, da formstarke Offensivspieler aus der Liga zugunsten etablierter, aber glückloser Legionäre auf der Bank schmoren mussten. Márquez soll nun vielversprechende junge Talente in die Mannschaft integrieren und das Team in eine erfolgreiche Zukunft führen.

Abrechnung in Ghana: Queiroz kritisiert Verbandsstrukturen

Tausende Kilometer entfernt ereilte Carlos Queiroz in den USA ein ähnliches Schicksal. Nach einer knappen 0:1-Niederlage gegen Kolumbien in Kansas City war für Ghana bereits im Sechzehntelfinale Endstation. Der 73-jährige Trainer-Veteran, für den es die fünfte Weltmeisterschaft als Chefcoach in Serie war, verkündete unmittelbar nach dem Ausscheiden seinen Abschied. Queiroz hatte das Amt erst im April von Otto Addo übernommen, sieht nun aber keine sportliche Perspektive mehr für sich in Westafrika.

Zum Abschied sparte der scheidende Coach nicht mit Kritik an den Rahmenbedingungen. Die Zukunft der Black Stars werde nicht allein auf dem Platz gebaut, stellte Queiroz klar. Er nahm den ghanaischen Fußballverband in die Pflicht, die professionellen Strukturen abseits des Rasens drastisch zu verbessern. Nur wenn bestmögliche Bedingungen geschaffen werden, könne das unbestrittene und außergewöhnliche Talent des Landes angemessen geschützt und entwickelt werden. Wer den Posten in Ghana nun übernehmen soll, ist derzeit noch offen.

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