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Die deutsche Nationalmannschaft steht bei der Weltmeisterschaft in den USA vor dem entscheidenden Sechzehntelfinale gegen Paraguay (Montag, 22.30 Uhr). Im Fokus steht dabei besonders Florian Wirtz. Der offensive Mittelfeldspieler zeigt bislang ein solides Turnier, doch die enormen Erwartungen an den Unterschiedsspieler konnte er noch nicht gänzlich erfüllen. Die Fans und das Trainerteam hoffen nun auf eine Leistungsexplosion auf der großen Bühne.

Die Bürde der Millionen – Schwere Saison beim FC Liverpool

Der 23-Jährige hat ein anspruchsvolles Jahr hinter sich. Nach seinem Wechsel auf die Insel tat sich der hochveranlagte Techniker in seiner ersten Spielzeit in der Premier League phasenweise schwer. Das extrem hohe Tempo und die körperliche Härte im englischen Oberhaus forderten ihren Tribut. Hinzu kam der immense Druck: Für den Transfer des Offensivkünstlers zahlten die Investoren des FC Liverpool weit über 100 Millionen Euro. Dass er mit diesem Druck umgehen kann, bewies er Ende März, als er beim furiosen 4:3-Sieg gegen die Schweiz im DFB-Dress mit zwei Toren und zwei Vorlagen brillierte. Genau diese Leichtigkeit und Genialität sucht die Nationalelf nun im weiteren Turnierverlauf.

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Julian Nagelsmann hofft auf den Turnaround

Bundestrainer Julian Nagelsmann benötigt seinen Spielmacher in absoluter Bestform, um gegen die hartnäckigen Südamerikaner zu bestehen. Die nackten Zahlen unterstreichen den enormen Wert des Edeltechnikers: In 36 Länderspielen unter der Regie von Nagelsmann stand er 34-mal auf dem Rasen. Mit elf Treffern und zwölf Vorlagen ist er der Fixpunkt der Offensive. Auch beim aktuellen Turnier in Nordamerika führt er die mannschaftsinternen Statistiken mit acht Torschüssen, acht Torschussvorlagen und zwei direkten Assists an. Doch im Weltturnier fehlt bislang jener zündende Funke, der eine K.o.-Partie im Alleingang entscheidet.

Die Suche nach der idealen Position

Ein Teil der öffentlichen Debatte dreht sich um die taktische Ausrichtung. Im aktuellen System agiert der dribbelstarke Profi zumeist auf dem Flügel und verzeichnet dort beachtliche 77 Ballkontakte pro Spiel. Viele Experten sehen seine wahren Stärken jedoch im zentralen offensiven Mittelfeld. Dort zieht momentan Jamal Musiala die Fäden, der nach einer verletzungsgeprägten Saison ebenfalls noch seiner absoluten Topform hinterherläuft. Ob das Trainerteam gegen Paraguay taktische Anpassungen vornimmt, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: Die deutsche Mannschaft braucht einen entfesselten Florian Wirtz, um die Titelträume am Leben zu erhalten.

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