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Nach der enttäuschenden 1:2-Niederlage gegen Ecuador bei der Weltmeisterschaft steht die deutsche Nationalmannschaft vor einem echten Stresstest. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann leidet offensichtlich an mangelnder Körperlichkeit – ein Problem, das bereits im Vorfeld intern diskutiert wurde und nun im anstehenden Sechzehntelfinale gegen Paraguay zwingend taktische Anpassungen erfordert.

Kabinen-Thema: Fehlende Robustheit bei der DFB-Auswahl

Dass es den deutschen Spielern gegen die Südamerikaner aus Ecuador an Durchschlagskraft mangelte, war für aufmerksame Beobachter nicht zu übersehen. Wie erste Berichte enthüllen, war dieses Defizit allerdings kein völlig neues Phänomen. Bereits nach dem knappen 2:1-Erfolg gegen die Elfenbeinküste, bei dem die DFB-Elf einen Rückstand erst in der Schlussphase drehen konnte, soll die physische Unterlegenheit ein zentrales Thema in der Kabine gewesen sein. Die bittere Erkenntnis der Analyse: Ein Großteil des Kaders verfügt offenbar nicht über die nötige Robustheit, um in direkten Duellen mit körperlich starken Gegnern konsequent dagegenzuhalten.

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Julian Nagelsmann setzt auf spielerische Lösungen

Für den Bundestrainer kam der Rückschlag beim Vorrundenabschluss somit nicht überraschend. Julian Nagelsmann äußerte sich nach der Pleite gewohnt offen und dämpfte die Hoffnungen auf eine schnelle physische Wunderheilung. „Körperlichkeit ist schwer zu trainieren. Bis Montag werden wir uns nichts auftrainieren können im Oberkörperbereich“, stellte der 38-Jährige nüchtern fest.

Stattdessen fordert der ehemalige Hoffenheim- und Bayern-Coach eine klare taktische Neuausrichtung. Um kräftezehrenden Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen, muss der Ball deutlich schneller zirkulieren. Die offensive Elite um Jamal Musiala, Florian Wirtz und Leroy Sané ist nun gefordert, ihre spielerische Klasse konstant auf den Rasen zu bringen. Zudem verlangt der Trainerstab, im Kollektiv mehr Überzahlsituationen zu kreieren, um die eigenen athletischen Nachteile geschickt zu kaschieren.

Nächster Prüfstein: Abwehrbollwerk Paraguay

Diese spielerische Leichtigkeit wird in der ersten K.-o.-Runde zwingend nötig sein. Mit Paraguay wartet im Sechzehntelfinale zwar nicht der klangvollste Name des Weltfußballs auf die deutsche Auswahl, dafür aber eine extrem unangenehme und defensivstarke Mannschaft. Die Südamerikaner scheuen keinen Zweikampf und haben sich nach einem herben Fehlstart ins Turnier sichtbar stabilisiert.

Auf die deutliche 1:4-Niederlage gegen die USA ließ Paraguay zwei Partien ohne Gegentor folgen, auch wenn die eigene Offensive mit nur einem erzielten Treffer kaum in Erscheinung trat. Das deutsche Team muss also zwingend einen Weg finden, diesen massiven Abwehrriegel spielerisch zu knacken, anstatt sich in zermürbenden Duellen aufzureiben.

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