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Nach der bitteren 1:2-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft im WM-Gruppenspiel gegen Ecuador prasselt massive Kritik auf Manuel Neuer ein. Nun springt ihm ein prominenter Vorgänger zur Seite: Ex-Nationaltorhüter Timo Hildebrand nimmt den Schlussmann des FC Bayern München in einem emotionalen Instagram-Beitrag vehement in Schutz und teilt dabei hart gegen Kritiker und Feldspieler aus.

Ein Wutausbruch auf Instagram: „Typisch deutsch“

Für die heftigen Reaktionen auf das entscheidende Gegentor hat Hildebrand keinerlei Verständnis. „Ich lese Torwartpatzer von Manuel Neuer, Torwartfehler. Ich sag's euch: Ihr habt alle keine Ahnung! Und es kotzt mich richtig hart an, ehrlich“, machte der Ex-Profi auf Instagram seinem Ärger Luft. Die schnelle Verurteilung des Torhüters bezeichnete der frühere Stuttgarter im Begleittext seines Videos als „typisch deutsch“. Medien und Fans warf er vor, die Komplexität der Situation völlig falsch einzuschätzen, da die meisten von ihnen noch nie selbst im Tor gestanden hätten.

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Hildebrand nimmt die DFB-Feldspieler in die Pflicht

Anstatt den Fehler beim Routinier zu suchen, lenkt Hildebrand den Fokus auf das Abwehrverhalten der Mannschaftskollegen. Die Situation sei für den Keeper „brutal schwer“ gewesen, da gleich drei Feldspieler im Vorfeld folgenschwere Fehler begangen hätten.

In seiner Analyse nannte er die Verantwortlichen beim Namen: David Raum habe ein entscheidendes Kopfballduell verloren, während sich Jamal Musiala „wegschiubsen ließ wie ein Schuljunge“. Zudem habe Jonathan Tah schlichtweg falsch gestanden. Einzig Abwehrchef Antonio Rüdiger stellte Hildebrand ein positives Zeugnis aus – er sei der einzige Akteur gewesen, der sich in der Szene richtig verhalten habe.

Heftiger Gegenwind nach Neuer-Verteidigung

Die schonungslose Kritik an der Defensive und den Fans blieb für Hildebrand nicht ohne Folgen. Für seinen emotionalen Post erntete der siebenmalige Nationalspieler einen massiven Shitstorm, der teilweise weit unter die Gürtellinie ging. Die heftigen Anfeindungen ließen den Ex-Keeper sichtlich bestürzt zurück.

In einem späteren Beitrag äußerte er sich enttäuscht über die toxische Diskussionskultur im Netz. Es mache ihn traurig zu sehen, wie unversöhnlich und beleidigend Menschen miteinander umgehen, sobald Sachlichkeit verloren gehe. „Schäme mich manchmal für solche Abgründe, die sich auftun“, resümierte Hildebrand in Richtung seiner Kritiker.

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