FIFA plant WM-Erweiterung auf 64 Teams – Erste Analysen beauftragt
Die FIFA prüft übereinstimmenden Berichten zufolge eine weitere Aufstockung der Fußball-Weltmeisterschaft auf 64 Teams.
Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika nach einem hart umkämpften 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste vorzeitig den Gruppensieg gesichert. Ein dramatischer Last-Minute-Treffer von Deniz Undav in Toronto sowie die unerwartete Schützenhilfe von Curacao besiegelten den Einzug ins Sechzehntelfinale. Doch während die Offensive jubelt, trübt eine schwere Knieverletzung von Nico Schlotterbeck die Euphorie im deutschen Lager.
Das verflixte zweite Gruppenspiel entwickelte sich für die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann zu einer echten Geduldsprobe. Gegen physisch starke Ivorer tat sich die deutsche Auswahl lange schwer, etablierte Kräfte wie Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic blieben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Erst ein radikaler Dreifach-Wechsel nach 60 Minuten brachte die Wende: Für Leroy Sané, Jamal Musiala und Pavlovic betraten Nadiem Amiri, Jamie Leweling und Deniz Undav das Feld.
Diese Umstellung zündete sofort. Nach einer präzisen Flanke von Amiri markierte der Stuttgarter Angreifer den 1:1-Ausgleich. In einer packenden Schlussphase, in der die Westafrikaner nach eigenen Wechseln wieder massiv Druck aufbauten, bewies das DFB-Team Nervenstärke. Felix Nmecha glänzte als Taktgeber im zentralen Mittelfeld und hielt die Struktur aufrecht, bevor Undav tief in der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer erzielte. Es ist das erste Mal seit der Heim-WM 2006, dass eine deutsche Auswahl ihr zweites Turnierspiel gewinnen konnte.
Einen bitteren Preis zahlte die Defensive. Nico Schlotterbeck verletzte sich bereits nach rund einer Viertelstunde in einem intensiven Zweikampf mit Amad Diallo am Innenband. Der Dortmunder Innenverteidiger biss zwar bis zum Pausenpfiff auf die Zähne, musste dann jedoch zwingend in der Kabine bleiben. Eine genaue medizinische Untersuchung ist für Sonntag angesetzt, es steht das vorzeitige Ende des Turniers für den Abwehrspieler im Raum.
Dank des sensationellen 0:0-Unentschiedens von Curacao gegen Ecuador ist der deutschen Elf Platz eins in der Gruppe E nicht mehr zu nehmen. Das abschließende Gruppenspiel gegen die Südamerikaner am Donnerstag (22:00 Uhr MESZ) hat somit nur noch statistischen Wert. In der K.o.-Phase wartet nun einer der acht besten Gruppendritten auf die Nagelsmann-Elf – als mögliche namhafte Gegner zeichnen sich aktuell Brasilien oder Schottland ab.
Um die Moral vor den entscheidenden K.o.-Spielen hochzuhalten, setzt die sportliche Leitung auf Entspannung abseits des Platzes. Wie schon nach dem Auftaktsieg dürfen die Familien und Partnerinnen der Spieler für zwei Nächte in das Teamquartier nach Winston-Salem reisen, bevor der volle Fokus auf das Sechzehntelfinale rückt.
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