22 WM-Tore: Kylian Mbappé überholt Messi – Olise bricht Vorlagenrekord
Kylian Mbappé ist neuer WM-Rekordtorschütze vor Lionel Messi, während Michael Olise einen historischen Vorlagenrekord aufstellt.
Der FC Bayern München steht bei der Weltmeisterschaft 2026 vor dem möglichen Ende einer historischen Bestmarke. Wenn die Halbfinalspiele zwischen Frankreich und Spanien sowie England und Argentinien angepfiffen werden, geht es für die Münchner Profis Dayot Upamecano, Michael Olise und Harry Kane nicht nur um das prestigeträchtige Finalticket. Sollten die drei Nationalspieler mit ihren Teams scheitern, wäre das Endspiel der Weltmeisterschaft erstmals seit 1978 ohne Beteiligung des deutschen Rekordmeisters.
Am Dienstagabend blickt die Vereinsführung der Münchner gespannt auf das europäische Gigantenduell zwischen der französischen Équipe Tricolore und Spanien. Mit Innenverteidiger Dayot Upamecano und Offensivakteur Michael Olise stehen zwei Schlüsselspieler des FC Bayern im Kader der Franzosen. Verlieren die beiden gegen die spanische Auswahl, gerät die beeindruckende Serie des Bundesligisten ernsthaft ins Wanken. Letztmals fand ein WM-Finale ohne bayerische Beteiligung in Buenos Aires statt, als Gastgeber Argentinien im Jahr 1978 die Niederlande nach Verlängerung bezwang.
Seit dem Turnier 1982 in Spanien ist der FC Bayern ununterbrochen im wichtigsten Fußballspiel der Welt vertreten. Den Anfang machten Paul Breitner, Karl-Heinz Rummenigge und Wolfgang Dremmler, die sich Italien geschlagen geben mussten. Auch 1986 zog eine bayerische Delegation um Lothar Matthäus im Endspiel gegen Argentinien den Kürzeren. Erst 1990 krönten Klaus Augenthaler, Stefan Reuter und Jürgen Kohler die Münchner Endspiel-Serie mit dem Titelgewinn für die DFB-Auswahl.
In den folgenden Jahrzehnten verließen sich auch andere Nationen auf die Qualität von der Isar. Jorginho feierte 1994 mit Brasilien den Triumph, Bixente Lizarazu holte 1998 den Pokal nach Frankreich. Nach Niederlagen für Oliver Kahn (2002), Willy Sagnol (2006) und dem niederländischen Trio um Arjen Robben (2010) folgte der absolute Höhepunkt in der Vereinsgeschichte: Beim deutschen WM-Sieg 2014 in Rio de Janeiro standen mit Philipp Lahm, Toni Kroos, Thomas Müller, Mario Götze, Bastian Schweinsteiger, Jerôme Boateng und Manuel Neuer gleich sieben Akteure des FC Bayern auf dem Rasen.
In der jüngeren Vergangenheit setzten Corentin Tolisso (2018) sowie das Trio Upamecano, Benjamin Pavard und Kingsley Coman (2022) den Münchner Rekordlauf fort. Sollte Frankreich nun gegen Spanien ausscheiden, bleibt den Bayern nur noch eine letzte Patrone. Am Mittwochabend muss Harry Kane die englische Nationalmannschaft im zweiten Halbfinale gegen Argentinien zum Sieg führen, um den Münchnern den Platz in den Geschichtsbüchern für weitere vier Jahre zu sichern.
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