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Min-jae Kim blüht bei der Weltmeisterschaft als unumstrittener Abwehrchef der südkoreanischen Nationalmannschaft auf. Diese dominante Führungsrolle nötigt auch seinem Teamkollegen beim FC Bayern München, Thomas Müller, großen Respekt ab. Der deutsche Routinier hätte sich diese Präsenz jedoch schon früher im Trikot des deutschen Rekordmeisters gewünscht.

Vom Mitläufer zum echten Leader

Während der Innenverteidiger in München eine schwierige Saison erlebte, zeigt er auf der größten Fußballbühne der Welt ein völlig anderes Gesicht. Bei der knappen 0:1-Niederlage gegen Mexiko orchestrierte der Südkoreaner die defensive Dreierkette seines Heimatlandes lautstark und souverän. Bereits beim Auftaktsieg gegen Tschechien war er der Dreh- und Angelpunkt in der Hintermannschaft. Eine Leistung, die den Mexikanern im zweiten Gruppenspiel nur acht Torschüsse gestattete – letztlich entschied lediglich ein schwerer Patzer von Torhüter Seung-gyu Kim die Partie zugunsten der Nordamerikaner.

Diese Verwandlung entging auch Thomas Müller nicht. In seiner Rolle als TV-Experte bei MagentaTV äußerte sich der Angreifer überrascht über die neugewonnene Lautstärke seines Kollegen. Ein Innenverteidiger müsse die Alarmglocken anwerfen und das Kommando übernehmen, erklärte Müller und fügte hinzu, dass er dieses kompromisslose Verhalten in München so von ihm noch nicht gesehen habe.

Warum Min-jae Kim beim FC Bayern zögert

Die Gründe für die unterschiedlichen Auftritte sieht Müller vor allem im Standing des Abwehrspielers. In Südkorea genießt der Defensivspezialist absoluten Starstatus, was ihm das nötige Selbstvertrauen für die Rolle des unangefochtenen Anführers verleiht. Beim FC Bayern hingegen wirkte der pfeilschnelle Verteidiger oft zurückhaltend. Laut Müller sei dies ein bekanntes Phänomen bei Spielern aus dem asiatischen Raum, die sich in einem neuen, europäischen Starensemble erst behaupten müssen. An seinen grundsätzlichen Qualitäten in der Zweikampfführung und Aggressivität lasse der Bayer jedoch keinen Zweifel aufkommen.

Zukunft in München bleibt ungewiss

Trotz der beeindruckenden Vorstellungen im Nationaltrikot stehen die Zeichen an der Säbener Straße potenziell auf Abschied. Medienberichten zufolge gilt der Abwehrhüne im anstehenden Sommer-Transferfenster als Verkaufskandidat. Die Vereinsführung der Münchener soll bereit sein, den Spieler bei einem passenden Angebot ziehen zu lassen. Eine Ablösesumme zwischen 20 und 25 Millionen Euro steht im Raum. Ein möglicher Stolperstein für interessierte Klubs dürfte jedoch das üppige Gehalt des Südkoreaners sein, das einen schnellen Transfer erschweren könnte.

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