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Ein handfester Spionage-Skandal droht die Fußball-Weltmeisterschaft zu überschatten. Vor dem richtungsweisenden Gruppenspiel zwischen Südkorea und Co-Gastgeber Mexiko meldete der südkoreanische Verband einen Drohnen-Vorfall während eines nicht öffentlichen Trainings bei der FIFA.

Drohnen-Absturz beim Geheimtraining der Asiaten

Die Vorbereitungen der südkoreanischen Nationalmannschaft auf den zweiten Spieltag in der Gruppe A wurden massiv gestört. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge kreiste am Dienstag zu Beginn der Einheit in Zapopan eine Drohne über dem Trainingsgelände. Genau in dem Moment, als sich das Team um Superstar Heung-min Son aufwärmte, wurde das Flugobjekt gesichtet, um mutmaßlich taktische Geheimnisse auszuspähen.

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Ein im Basiscamp stationierter mexikanischer Militärangehöriger, der speziell für die Abwehr von Drohnen zuständig ist, reagierte prompt und brachte das Gerät zum Absturz. Den unbekannten Tätern gelang es jedoch, die abgestürzte Drohne wieder an sich zu nehmen und unerkannt zu fliehen. Ob der kommende Gegner Mexiko in diesen Spionage-Versuch verwickelt ist, bleibt bislang völlig unklar. Die Südkoreaner haben den Vorfall umgehend an den Weltverband FIFA gemeldet.

Kampf um den Gruppensieg im Schatten des Eklats

Sportlich birgt die anstehende Partie am Freitag (3 Uhr MESZ) in Guadalajara ohnehin enorme Brisanz. Es ist das absolute Top-Spiel der Gruppe A, bei dem es womöglich bereits um den Gruppensieg geht. Beide Nationen sind erfolgreich in das Turnier gestartet. Während die asiatische Auswahl einen 0:1-Rückstand gegen Tschechien in einen 2:1-Sieg drehte, setzte sich der Co-Gastgeber souverän mit 2:0 gegen Südafrika durch.

Medienboykott sorgt für zusätzliche Unruhe

Der Drohnen-Vorfall ist nicht der erste Nebenkriegsschauplatz für Südkorea bei diesem XXL-Turnier in Nordamerika. Das Team sorgt bereits mit einem strikten Medienboykott gegenüber heimischen Journalisten für Aufsehen. Abgesehen von den offiziellen FIFA-Presseterminen verweigern die Spieler jeglichen Kontakt zur Presse aus ihrem Heimatland.

Der Auslöser für dieses zerrüttete Verhältnis liegt in der jüngsten Vergangenheit: Während eines Trainings vor der WM fing ein südkoreanischer Sender ein privates Gespräch zweier Reporter auf. Darin machten sich die Medienschaffenden über die Befreiung vom Militärdienst von Heung-min Son lustig. Der Angreifer musste nach dem Gewinn der Goldmedaille bei den Asienspielen lediglich eine dreiwöchige Grundausbildung absolvieren. Diese abfälligen Bemerkungen haben das Binnenklima zwischen der Mannschaft und den Berichterstattern vorerst nachhaltig vergiftet.

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