Südkorea meldet Drohnen-Spionage vor WM-Topspiel gegen Mexiko
Vor dem wichtigen WM-Gruppenspiel gegen Mexiko sorgt ein mutmaßlicher Drohnen-Vorfall im Training von Südkorea für große Aufregung.
Mexiko hat durch einen 1:0-Erfolg gegen Südkorea vorzeitig den Einzug in die K.o.-Phase der Weltmeisterschaft 2026 perfekt gemacht. Beim zweiten Gruppenspiel am Dienstag in Guadalajara profitierte der Co-Gastgeber von einem schweren Fehler des gegnerischen Torwarts, den Luis Romo zum entscheidenden Siegtreffer nutzte. Damit steht das Team bereits als Sieger der Gruppe A fest.
Die Partie war vor allem zu Beginn stark taktisch geprägt und arm an großen Torchancen. Cheftrainer Javier Aguirre gestand nach dem Abpfiff ein, dass das Geschehen auf dem Rasen für die Fans nicht immer ansehnlich war. Dennoch sorgten die heimischen Anhänger im Stadion von Guadalajara für eine ohrenbetäubende Kulisse. Der 67-jährige Erfolgscoach lobte den fantastischen Support, der seine Mannschaft spürbar durch die Partie getragen habe.
Auf dem Platz setzte der Südkoreaner Kang-in Lee mit der schnellsten Gelben Karte des bisherigen Turniers (4. Minute) das erste physische Zeichen. Spielerisch dauerte es etwas länger: Für ein echtes Highlight sorgte der ehemalige Bundesliga-Star Heung-min Son. Sein sehenswerter Heber über den mexikanischen Keeper Rangel wurde von Edson Álvarez spektakulär per Fallrückzieher von der Linie gekratzt. Da Son jedoch im Abseits stand, hätte ein möglicher Treffer ohnehin nicht gezählt. Vor dem Pausenpfiff wurden die Asiaten etwas mutiger, doch auch der Mainzer Jae-sung Lee verpasste die Führung nur knapp.
Nach dem torlosen ersten Durchgang erwischten die Mittelamerikaner den besseren Start in die zweite Hälfte. Nach einem präzisen Steilpass von Brian Gutiérrez und dem energischen Vorstoß von Jesús Gallardo fiel die Entscheidung. Der südkoreanische Schlussmann Seung-gyu Kim leistete sich einen folgenschweren Aussetzer, den Luis Romo eiskalt zur vielumjubelten Führung für die Hausherren verwertete. Am Ende reichte dieser eine Fehler aus, um das intensive Match zugunsten der Mexikaner zu entscheiden.
Durch den zweiten Sieg im zweiten Vorrundenspiel kann in Mexiko nun endgültig die große Fußballparty beginnen. Da bei dieser Weltmeisterschaft bei Punktgleichheit zuerst der direkte Vergleich herangezogen wird, ist dem Co-Gastgeber der erste Platz in der Gruppe A rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Für die Mannschaft bedeutet dieser Triumph zudem einen enormen emotionalen Vorteil: Das anstehende Sechzehntelfinale darf das Team von Javier Aguirre vor heimischer Kulisse im altehrwürdigen Aztekenstadion in Mexiko-Stadt bestreiten.
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