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Der Fußball-Weltverband FIFA hat auf die deutliche Kritik von Thomas Tuchel reagiert und die Positionierung der Fotografen während der Nationalhymnen angepasst. Der englische Nationaltrainer hatte sich nach dem 4:2-Auftaktsieg der Three Lions gegen Kroatien bei der WM beschwert, dass ihm die Sicht auf seine Spieler versperrt wurde.

Eine Wand aus Fotografen: Tuchels Frust bei der Hymne

Der erste Auftritt von Thomas Tuchel als Trainer einer Nationalmannschaft bei einem großen Turnier endete sportlich erfolgreich, doch ein Detail trübte den emotionalen Einstieg. Während der Nationalhymnen stand der deutsche Übungsleiter an der Seitenlinie, konnte den feierlichen Moment jedoch kaum wahrnehmen.

Es sei ein sehr spezieller Moment gewesen, erklärte Tuchel im Nachgang. Die Umsetzung vor Ort ließ jedoch zu wünschen übrig. Der Coach berichtete von einer regelrechten Mauer aus 50 Fotografen, die nur einen halben Meter vor ihm standen. Dadurch konnte er keinen einzigen seiner Spieler auf dem Feld sehen, was ihm das Erlebnis nach eigener Aussage ein bisschen ruiniert habe. Der ehemalige Bundesliga-Coach richtete daraufhin einen direkten Appell an den Weltverband und bat eindringlich darum, die Position der Pressevertreter zu überdenken.

Schnelle Reaktion: FIFA passt Richtlinien für die WM an

Die Klage des englischen Trainers stieß bei den Verantwortlichen auf offene Ohren. Wie die Presseagentur DPA berichtet, hat die FIFA zügig gehandelt. Künftig sollen die Fotografen deutlich enger zusammenrücken und sich stärker in Richtung der Mittellinie orientieren. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass die Trainer und Betreuer an der Bank einen ungestörten Blick auf das Spielfeld haben.

Dies ist besonders bei dieser Weltmeisterschaft relevant, da eine neue Regelung greift: Erstmals versammeln sich alle 26 Akteure des Kaders während der Nationalhymnen gemeinsam am Mittelkreis. Durch die schnelle Anpassung der FIFA kann Tuchel seine Mannschaft im kommenden Gruppenspiel nun uneingeschränkt im Blick behalten.

Rückenwind durch starke Halbzeitansprache

Die rasche Umsetzung seiner Bitte dürfte die ohnehin exzellente Stimmung des Coaches weiter heben. Nach dem 4:2-Erfolg gegen die kroatische Auswahl erntete Tuchel, der im Vorfeld des Turniers noch für seine Kadernominierungen in der englischen Presse kritisiert worden war, viel Lob von seinen Schützlingen.

Führungsspieler wie Kapitän Harry Kane, Jude Bellingham und Declan Rice betonten unisono den positiven Einfluss ihres Trainers. Besonders eine leidenschaftliche und überzeugende Kabinenansprache beim Pausenstand von 2:2 soll der Mannschaft den entscheidenden Impuls für die starke zweite Halbzeit und den letztlichen Auftaktsieg gegeben haben.

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