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Die französische Nationalmannschaft steht als erster Halbfinalist der Weltmeisterschaft 2026 fest. In einem einseitigen Viertelfinale in Boston besiegte der amtierende Vize-Weltmeister ein völlig harmloses Marokko hochverdient mit 2:0. Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé sorgten mit ihren Treffern am Donnerstag (Ortszeit) für den souveränen Einzug in die nächste Runde.

Schwacher Elfmeter nach langem VAR-Check

Schon in der Anfangsphase dominierten die Franzosen das Geschehen nach Belieben, während die Nordafrikaner offensiv nicht stattfanden. Nach 25 Minuten und einem Torschussverhältnis von 7:0 bot sich die große Chance zur Führung. Ein Ballverlust von Achraf Hakimi leitete einen blitzschnellen Konter über Désiré Doué ein. Noussair Mazraoui wusste sich im Strafraum nur mit einem ungestümen Foul an Mbappé zu helfen.

Kurios: Obwohl Schiedsrichter Facundo Tello sofort auf den Punkt zeigte, beanspruchte der VAR-Check über drei Minuten. Als der Gefoulte schließlich antreten durfte, scheiterte er mit einem schwachen Schuss, den Marokkos Keeper Bono problemlos festhielt. Bereits in der vierten Minute hatte Dayot Upamecano nach einer Ecke aus kürzester Distanz eine Großchance liegengelassen.

Mbappé und Dembélé brechen den Bann

Doch die Équipe Tricolore ließ sich von den vergebenen Möglichkeiten nicht beirren. In der 60. Minute machte es der Superstar besser, überwand seinen Elfmeter-Fehlschuss und erzielte seinen bereits achten Turniertreffer. Nur sechs Minuten später schraubte der formstarke Ousmane Dembélé das Ergebnis mit seinem fünften WM-Tor auf 2:0 in die Höhe (66.). Die Marokkaner, denen verletzungsbedingt Torjäger Ismail Saibari fehlte, zeigten sich auch nach dem Rückstand völlig passiv und ohne offensiven Mut.

Entwarnung bei Mbappé, Lob von Deschamps

Nach dem Schlusspfiff zeigte sich Nationaltrainer Didier Deschamps, der sein drittletztes Spiel an der Seitenlinie absolvierte, erleichtert und lobte seinen Anführer: „Wir sind jetzt da, wo wir sein wollten, und das zum dritten Mal in Folge bei einer Weltmeisterschaft. Wenn du Kylian in deiner Mannschaft hast, musst du dir eigentlich keine großen Sorgen machen.“

Ein kleiner Schreckmoment ereignete sich in der 77. Minute, als der pfeilschnelle Stürmer leicht angeschlagen ausgewechselt wurde. Der Matchwinner gab jedoch umgehend Entwarnung bezüglich seiner Fersenblessur: „Wir haben eine Aufgabe, und die heißt Spiele zu gewinnen. Jetzt stehen wir im Halbfinale, das wird noch mal schwieriger, aber ich kann versprechen, dass wir bereit sein werden.“

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