FC Bayern: Thomas Müller lobt starke WM-Auftritte von Min-jae Kim
Min-jae Kim glänzt bei der WM als Anführer Südkoreas und beeindruckt damit seinen Bayern-Kollegen Thomas Müller.
Jamal Musiala hat sich beim 7:1-Auftaktsieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Curacao bei der Weltmeisterschaft eindrucksvoll auf der großen Fußballbühne zurückgemeldet. Nach einer monatelangen Verletzungspause krönte der Offensivstar des FC Bayern München seine starke Leistung mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 4:1 und zeigte sich im Anschluss tief bewegt.
Es war der Moment, in dem die gesamte Anspannung der letzten Monate von ihm abfiel. Im Interview mit der Bild-Zeitung blickte der Youngster sichtlich ergriffen auf seinen Treffer zurück. Der Torerfolg tat dem Edeltechniker richtig gut. Nach seinem monatelangen Ausfall verriet er, dass er nach seiner schweren Verletzung wohl noch nie so glücklich war wie in genau jenem Moment auf dem Spielfeld.
Dabei überzeugte der DFB-Star nicht nur als Torschütze, sondern auch als spielbestimmender Taktgeber im offensiven Mittelfeld. Er selbst stufte seine Leistung als eines der besten Spiele seit seiner Rückkehr ein. Das befreite und frische Gefühl auf dem Rasen will der Angreifer nun als Rückenwind für den weiteren Verlauf des Turniers nutzen.
Der Hintergrund dieser emotionalen Reaktion liegt rund ein halbes Jahr zurück. Bei der Klub-Weltmeisterschaft hatte sich der deutsche Nationalspieler einen dramatischen Beinbruch zugezogen. Es folgte eine kräfteraubende Reha, in der sich der Bayern-Profi monatelang zurück zu alter Fitness kämpfen musste. Immer wieder steckte er Rückschläge weg, doch pünktlich zum wichtigsten Turnier des Jahres präsentierte er sich wieder in absoluter Topform.
Dieser harte Weg hat den Offensivmann nachhaltig geprägt. Er hat aus der langen Leidenszeit wertvolle Lektionen gezogen. Die intensive Arbeit und die unabdingbare Geduld haben ihn nicht nur für den Fußball, sondern auch menschlich wachsen lassen. Aus dem Schmerz und der erfolgreichen Rückkehr schöpft er nun eine enorme mentale Stärke.
Dass der dribbelstarke Mittelfeldspieler beim WM-Auftakt überhaupt von Beginn an auf dem Platz stand, war im Vorfeld heiß diskutiert worden. Zahlreiche TV-Experten hatten öffentlich debattiert, wie viel Spielzeit nach der langen Pause angemessen sei. Sogar Ex-Teamkollege Thomas Müller gehörte zu den Stimmen, die ihn zunächst lieber auf der Bank gesehen hätten.
Doch der Weltmeister von 2014 bewies auch Größe und meldete sich vor der Partie persönlich bei seinem ehemaligen Weggefährten, um ihm per Kurznachricht viel Glück zu wünschen. Generell prallt das Rauschen der Öffentlichkeit an Musiala völlig ab. Er fokussiert sich zu hundert Prozent auf sich selbst und blendet die Diskussionen bewusst aus. Nur mit einem freien Kopf, so seine absolute Überzeugung, kann er seine Bestleistung abrufen. Der furiose Start in das Turnier hat eindrucksvoll bewiesen, dass diese Herangehensweise die richtige ist.
Min-jae Kim glänzt bei der WM als Anführer Südkoreas und beeindruckt damit seinen Bayern-Kollegen Thomas Müller.
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