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Trotz des fulminanten 7:1-Auftaktsieges der deutschen Nationalmannschaft gegen Curacao tritt Thomas Helmer auf die Euphoriebremse. Der Europameister warnt DFB-Kapitän Joshua Kimmich eindringlich davor, seine Rolle als Rechtsverteidiger im weiteren Verlauf der Weltmeisterschaft zu offensiv auszufüllen.

Balance in der DFB-Abwehr gerät ins Wanken

Unter Bundestrainer Julian Nagelsmann agiert der Taktgeber des FC Bayern München in der Nationalelf nicht im vertrauten Zentrum, sondern auf der rechten defensiven Außenbahn. Doch laut Helmer zieht es den 29-Jährigen im eigenen Ballbesitz zu oft in die Mitte. Er neigt dazu, sehr stark in die Spielgestaltung zu gehen, fast als zusätzlicher Spielmacher, analysierte der Ex-Profi die Spielweise des Kapitäns. Diese individuellen Freiheiten führten bereits gegen den vermeintlichen Underdog aus der Karibik zu sichtbaren Problemen in der defensiven Staffelung. Auch das Zusammenspiel auf dem rechten Flügel mit seinem Vereinskollegen Leroy Sané wirkte auf den Experten in der Auftaktpartie noch nicht gänzlich überzeugend.

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Was gegen Curacao durch die schiere offensive Durchschlagskraft der deutschen Auswahl kaschiert wurde, könnte in den K.o.-Spielen fatale Folgen haben. Gegen stärkere Gegner muss er die Balance besser halten und seine Position klarer ausfüllen, forderte Helmer eine schnelle Anpassung ein. Die Konkurrenz im Kampf um den WM-Titel zeigt sich extrem gereift und taktisch diszipliniert. Besonders die europäischen Schwergewichte haben bei dem 59-Jährigen Eindruck hinterlassen.

Frankreich glänzte zuletzt mit rasantem Umschaltspiel und gefährlichen Tiefenläufen, die laut Helmer extrem schwer zu verteidigen sind. Auch England untermauerte nach einer starken zweiten Halbzeit gegen Kroatien seine Ambitionen. Gepaart mit einem treffsicheren Harry Kane als potenziellen Torschützenkönig lauern im Turnierverlauf Kontrahenten, die positionsbedingte Lücken in der deutschen Rückwärtsbewegung eiskalt bestrafen würden.

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