Manuel Neuers WM-Comeback provozierte massiven Zoff im DFB-Team
Das WM-Comeback von Manuel Neuer sorgte für heftige interne Machtkämpfe und ein gebrochenes Versprechen im DFB-Team.
Jürgen Klopp sorgt derzeit nicht nur mit seiner enormen Medienpräsenz für Aufsehen, sondern auch mit spannenden Anekdoten aus seiner Trainerkarriere. Der designierte Bundestrainer enthüllte im Rahmen der Weltmeisterschaft, dass er einst in einem Privatjet mit Kylian Mbappé über einen Transfer verhandelte. Gleichzeitig richtet sich der Blick des erfahrenen Erfolgscoaches bereits auf seine kommende Herkulesaufgabe beim Deutschen Fußball-Bund, wo er die Trümmer der vergangenen Turniere zusammenkehren muss.
Wenn Jürgen Klopp die Auftritte der französischen Nationalmannschaft bei der WM verfolgt, mischen sich auch Gefühle des Bedauerns in seine Analysen. Der Star-Trainer verriet kürzlich, dass er in der Vergangenheit intensive Bemühungen unternommen hatte, den pfeilschnellen Stürmer Kylian Mbappé zu verpflichten. Die Gespräche mit dem heutigen Kapitän der Équipe Tricolore fanden demnach diskret in einem Privatjet statt. Auch bei Ousmane Dembélé gab es Kontakt, wobei Klopp hier laut eigener Aussage früh ein negatives Bauchgefühl begleitete. Diese Einblicke beweisen einmal mehr, auf welch absolutem Top-Niveau sich der 57-Jährige in den vergangenen Jahren bewegt hat.
Während Klopp in der Öffentlichkeit und in Werbespots omnipräsent ist und ein regelrechter Messias-Hype um seine Person entfacht wurde, wartet sportlich eine massive Herausforderung. Er übernimmt eine deutsche Mannschaft, die zuletzt tief in der Krise steckte. Sein Vorgänger Julian Nagelsmann wirkte mit den massiven Nebengeräuschen rund um das Team überfordert. Die laxen Regelungen im Quartier nahmen der Mannschaft spürbar den sportlichen Fokus. Beobachter bemängelten, dass es phasenweise mehr um die Freizeitgestaltung von Familienangehörigen ging als um den sportlichen Erfolg auf dem Rasen.
Die Probleme unter der alten sportlichen Leitung saßen tief. Es fehlte an klarer Führung durch die DFB-Spitze um Rudi Völler, der schützend eine Harmoniesauce über offensichtliche Missstände goss. Ein echtes Wir-Gefühl konnte sich nie entwickeln, da ständige Rotationen und öffentliche Kritik das Vertrauen untergruben. Intern rumorte es gewaltig: Während sich erfahrene Akteure wie Leon Goretzka zunehmend isolierten, zogen es andere Spieler an freien Tagen vor, in nahegelegenen Nachtclubs zu feiern, anstatt sich im Hotelbett zu regenerieren. Diese disziplinarischen Ausflüge wurden von der DFB-Führungslinie weitestgehend gedeckt oder zumindest nicht öffentlich sanktioniert.
Nun hofft die Verbandsspitze, sich mit dem großen Namen Klopp aus der sportlichen Affäre ziehen zu können. Der Ex-Dortmunder bringt genau das mit, was dem Team zuletzt fehlte: Natürliche Autorität, herausragende Fähigkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit und die unbestrittene Erfahrung, Teams aus mentalen Löchern zu holen. Kritiker befürchten zwar, dass die Nationalelf für Klopp nur ein Nebenprodukt seiner schillernden Karriere sein könnte, doch seine bisherigen Stationen beweisen das Gegenteil. Wenn es jemandem gelingen kann, aus einem zerrütteten Haufen Einzelspieler bis zur nächsten großen Endrunde wieder eine Einheit zu formen, dann dem charismatischen Fußballlehrer aus dem Schwarzwald.
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