WM 2026: Kolumbien avanciert unter Nestor Lorenzo zum Geheimfavoriten
Kolumbien begeistert bei der WM unter Trainer Nestor Lorenzo mit intensivem Fußball und gilt längst als Geheimfavorit.
Kolumbien hat als letzte Mannschaft das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erreicht. Die Südamerikaner setzten sich im Sechzehntelfinale in Kansas City dank einer dominanten Vorstellung hochverdient mit 1:0 gegen Ghana durch. Jhon Arias avancierte mit seinem frühen Treffer zum Matchwinner.
Die Partie in Kansas City begann für beide Mannschaften unruhig. Nachdem Thomas Partey nach gerade einmal 50 Sekunden einen ersten Warnschuss für die Westafrikaner knapp neben das Tor gesetzt hatte, prägten zunächst frühe Verletzungssorgen das Bild auf dem Rasen. Sowohl der Kolumbianer Jhon Cordoba als auch der Ghanaer Alidu Seidu mussten vorzeitig ausgewechselt werden. Die Südamerikaner ließen sich von diesem Rückschlag jedoch nicht beirren und übernahmen rasch die vollständige Spielkontrolle.
Diese offensive Ausrichtung wurde bereits in der 14. Minute belohnt. Der für Cordoba eingewechselte Luis Suarez setzte sich auf der rechten Außenbahn stark durch und fand im Zentrum Jhon Arias. Der Angreifer verwandelte per platzierter Direktabnahme zur Führung. Auch im Anschluss hielt die kolumbianische Auswahl den Druck hoch. Bayern-Star Luis Diaz scheiterte nur wenig später mit einem wuchtigen Fernschuss und untermauerte die Ambitionen seiner Mannschaft.
Wer auf eine Reaktion der Black Stars hoffte, wurde enttäuscht. Ghana, das in der Gruppenphase beim torlosen Unentschieden gegen England noch mit defensiver Brillanz überzeugt hatte, fand in der Offensive schlichtweg nicht statt. Das Team wirkte ideenlos und strahlte keinerlei Torgefahr aus. Auf der Gegenseite verpassten es die stark aufspielenden Kolumbianer jedoch, die Begegnung frühzeitig zu entscheiden.
Luis Diaz, Luis Suarez und Johan Mojica ließen noch vor dem Pausenpfiff hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich die Spieldynamik nicht. Gustavo Puerta und erneut Diaz vergaben nach gut einer Stunde riesige Chancen, ein weiterer Treffer von Diaz wurde zudem aufgrund einer knappen Abseitsstellung aberkannt. Die mangelhafte Chancenverwertung blieb das einzige Manko in einem ansonsten völlig überlegenen Auftritt.
Da Kolumbien auch in der Schlussphase beste Gelegenheiten durch Davinson Sanchez und Juan Fernando Quintero im Minutentakt ausließ, blieb das Ergebnis bis zum Abpfiff auf dem Papier knapp. Ghana konnte aus dieser Fahrlässigkeit jedoch kein Kapital mehr schlagen und blieb bis zum Ende völlig harmlos. Mit dem verdienten Erfolg ziehen die Südamerikaner in die nächste Runde ein, wo nun die Schweizer Nationalmannschaft wartet.
Der Zusammenhalt innerhalb der Truppe scheint derweil ein zentraler Erfolgsfaktor bei diesem Turnier zu sein. Mittelfeldspieler Gustavo Puerta betonte nach der Partie den unbändigen Einsatzwille seines Teams. Die Spieler würden in jedem Duell mit Herz und Seele agieren und füreinander kämpfen. Diese geschlossene Einheit wird auch gegen die Schweiz gefragt sein, um den Erfolgslauf bei der Weltmeisterschaft fortzusetzen.
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