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Die kolumbianische Nationalmannschaft hat sich bei der Weltmeisterschaft mit einer beeindruckenden Intensität in den Kreis der Titelanwärter gespielt. Unter Trainer Nestor Lorenzo sicherten sich die Südamerikaner souverän den Sieg in der Gruppe K und treffen nun im Sechzehntelfinale auf Ghana. Die rasante Entwicklung vom Krisenteam zum ernsthaften Herausforderer versetzt eine ganze Nation in Euphorie.

Vom belächelten Assistenten zum Erfolgstrainer

Als der kolumbianische Verband Nestor Lorenzo vor rund vier Jahren als neuen Cheftrainer präsentierte, hielt sich die Begeisterung in der Heimat in Grenzen. Die Cafeteros befanden sich nach der verpassten Qualifikation für das vorherige WM-Turnier in einer tiefen sportlichen Krise. Lorenzo, der zuvor lange als Co-Trainer unter José Pékerman agierte und erst kurz zuvor beim peruanischen Erstligisten FBC Melgar erste Erfahrungen als Cheftrainer gesammelt hatte, galt vielen Fans als Notlösung. Doch der 60-Jährige belehrte seine Kritiker eindrucksvoll eines Besseren.

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Historische Serie und der Weg zur Weltspitze

Mit dem Amtsantritt des Übungsleiters wandelte sich das Gesicht der Mannschaft komplett. Kolumbien startete eine furiose Serie von 23 ungeschlagenen Spielen in Folge. Auf diesem Weg bezwang die grellgelbe Wucht absolute Fußball-Großmächte wie Deutschland, Spanien und Brasilien. Der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung war der Einzug ins Finale der Copa América, wo man sich erst in der Verlängerung durch ein spätes Tor denkbar knapp Argentinien beugen musste. Auch die Qualifikation für die aktuelle Endrunde meisterten die Südamerikaner mühelos und ließen dabei Schwergewichte wie Brasilien und Uruguay hinter sich.

Titelträume dank unbändiger Intensität

Bei der laufenden Endrunde zeigt Kolumbien nun auf der größten Bühne, welches Monster der freundlich wirkende Lorenzo erschaffen hat. Nach einem taktisch disziplinierten 0:0 gegen Portugal zog das Team als Gruppenerster in die K.o.-Phase ein. Die größte Waffe der Mannschaft ist ihre unermüdliche Intensität über die gesamte Spielzeit, die es jedem Gegner extrem schwer macht, das eigene Spiel aufzuziehen. Der einstige Auftrag an den Coach, lediglich die Qualifikation zu schaffen, gehört längst der Vergangenheit an. Heute verlangt man in der Heimat den Titelgewinn – und Nestor Lorenzo träumt selbstbewusst mit.

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