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Die portugiesische Nationalmannschaft trifft am Freitag im WM-Sechzehntelfinale im kanadischen Toronto auf Kroatien. Das sportlich enorm wichtige K.-o.-Spiel wird jedoch von einem zutiefst emotionalen Hintergrund überlagert: Es markiert den Vorabend des ersten Jahrestags des tragischen Todes von Diogo Jota. Für die Iberer geht es bei diesem Aufeinandertreffen um weit mehr als nur den Einzug ins Achtelfinale.

Ein schmerzhafter Verlust für die Fußballwelt

Vor genau einem Jahr verunglückte der damalige Stürmer des FC Liverpool im Alter von 28 Jahren gemeinsam mit seinem Bruder bei einem Autounfall tödlich – nur wenige Tage nach seiner Hochzeit. Der 49-fache Nationalspieler hinterließ seine Frau Rute Cardoso und drei Kinder. Besonders tragisch: Eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft war stets sein größter Traum gewesen, nachdem er das Turnier 2022 aufgrund einer Verletzung verpasst hatte. Andrew Robertson, ein langjähriger Weggefährte aus Vereinszeiten, zeigte sich im Vorfeld tief betroffen darüber, dass seinem Freund dieses gemeinsame Ziel in Nordamerika für immer verwehrt blieb.

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Der 27. Mann im Kader der Seleção

Bei der laufenden Endrunde ist der ehemalige Premier-League-Profi dennoch allgegenwärtig. Der portugiesische Verband listete ihn bei der Nominierung symbolisch als 27. Spieler. Auf dem Rasen tragen seine Mitspieler Gedenkarmbänder, während sein Gesicht bei der Nationalhymne auf den Stadionleinwänden vor den Augen seiner Familie eingeblendet wird. Die tiefe Verbundenheit zeigte sich bereits im ersten Turnierspiel, als Joao Neves seinen frühen Treffer mit einem Fingerzeig gen Himmel direkt dem verstorbenen Angreifer widmete.

Der WM-Titel als emotionale Verpflichtung

Die Tragödie scheint die oftmals von Unruhe geplagte Mannschaft eng zusammenzuschweißen. Mittelfeldakteur Vitinha betonte, dass man in diesem Sommer nicht mit 26, sondern mit 27 Spielern angetreten sei, um auf dem Platz gemeinsam für den Verstorbenen zu kämpfen. Auch Cheftrainer Roberto Martinez fand vor dem Duell gegen die Kroaten bewegende Worte. Für den Coach ist der zweimalige Nations-League-Sieger das Licht des Teams. Den Pokal zu gewinnen, den sich Jota so sehr gewünscht hatte, sei nun zu einer inspirierenden Verpflichtung für die gesamte Nation geworden.

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