Bosnien-Herzegowina gegen Katar: Endspiel um den Einzug ins Sechzehntelfinale
Bosnien-Herzegowina und Katar kämpfen im entscheidenden Gruppenspiel in Seattle ab 21 Uhr gegen das vorzeitige WM-Aus.
Kolumbien hat mit enormer Mühe, aber hochverdient das Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft 2026 erreicht. Die Südamerikaner setzten sich am Ende eines extrem zähen Spiels im Guadalajara-Stadion mit 1:0 gegen die Demokratische Republik Kongo durch. Ein abgefälschter Schuss von Rechtsverteidiger Daniel Munoz erlöste die drückend überlegene Elf von Nationaltrainer Néstor Lorenzo in der Schlussphase.
Die Zuschauer in Mexiko bekamen vom Anpfiff weg ein echtes Spektakel geboten. Zwar setzten die Zentralafrikaner durch Joris Kayembe nach wenigen Sekunden das erste Ausrufezeichen aus der Distanz, doch danach spielte beinahe ausschließlich der Favorit. Besonders Daniel Munoz avancierte früh zum ständigen Unruheherd. Der Außenverteidiger schaltete sich unermüdlich in die Angriffe ein, erlebte jedoch zunächst bittere Momente.
In der vierten Minute vergab er freistehend die sichere Führung. Nur drei Zeigerumdrehungen später landete sein Ball nach einem Abpraller von Kongo-Keeper Lionel Mpasi-Nzau zwar im Netz, doch die Freude währte nur kurz. Nach einer Überprüfung durch den VAR wurde der Treffer wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung beim Zuspiel von Johan Mojica annulliert.
Kolumbien schnürte den Gegner in der Folge regelrecht ein und schraubte den Ballbesitz auf 70 Prozent hoch. Die Mannschaft rannte sich aber ein ums andere Mal an Mpasi-Nzau fest. Der Torhüter vom französischen Erstligisten Le Havre AC lieferte eine sensationelle Partie ab und hielt sein Team mit starken Reflexen im Spiel. Ob ein Distanzhammer von Ex-Münchner James Rodriguez, gefährliche Abschlüsse von Bayern-Akteur Luis Diaz oder Versuche von Gustavo Puerta – der kongolesische Schlussmann schien unüberwindbar und verzeichnete nach knapp 20 Minuten bereits fünf Paraden.
Nach einer Anpassung des Defensivkonzepts durch Kongo-Coach Sébastien Desabre verflachte die Offensivkraft der Kolumbianer zunehmend. Der Flow ging verloren und bei Spielern wie Luis Diaz machte sich Frust bemerkbar. Doch die hartnäckige Geduld der Südamerikaner zahlte sich am Ende aus. In der 76. Minute fasste sich der emsige Munoz ein Herz: Mit dem wettbewerbsübergreifend 17. Torschuss der Partie, der zudem glücklich abgefälscht wurde, brach er den Bann. Der knappe, aber enorm wichtige 1:0-Erfolg sichert Kolumbien den hochverdienten Einzug in die K.o.-Phase der Endrunde.
Bosnien-Herzegowina und Katar kämpfen im entscheidenden Gruppenspiel in Seattle ab 21 Uhr gegen das vorzeitige WM-Aus.
Der neue Modus der Weltmeisterschaft 2026 birgt eine massive Gefahr für taktische Absprachen am letzten Spieltag.
Ghanas Trainer Carlos Queiroz wütet über den VAR, während Luka Modric sein 200. Länderspiel für Kroatien feiert.