Kimmich verteidigt Sané nach WM-Auftakt – Kritik unverständlich
DFB-Kapitän Joshua Kimmich und Trainer Julian Nagelsmann weisen die Kritik an Leroy Sané nach dem WM-Auftakt zurück.
Lionel Messi geht mit einem historischen Meilenstein in die kommende Weltmeisterschaft. Der Superstar krönte sein Comeback nach einer kurzen Verletzungspause mit einem Treffer im Testspiel gegen Island und trug sich damit als ältester Torschütze in die argentinischen Geschichtsbücher ein. Am 17. Juni steht für den Offensivkünstler im Duell gegen Algerien nun sein 200. Länderspiel auf dem Programm.
Für die neue Bestmarke benötigte der Kapitän der Albiceleste nach seiner Einwechslung nur wenige Augenblicke. Nachdem den Südamerikanern im Vorbereitungsspiel gegen Island ein Elfmeter zugesprochen wurde, übernahm die etatmäßige Nummer 10 souverän die Verantwortung. Der Ball schlug unhaltbar im rechten oberen Eck ein und sicherte dem Ausnahmespieler den nächsten Eintrag in die Rekordlisten.
Mit exakt 38 Jahren, 11 Monaten und 14 Tagen löste der Angreifer von Inter Miami die bisherige argentinische Legende Ángel Labruna ab, dessen Altersrekord für Torschützen stolze 68 Jahre lang Bestand hatte. Zuvor hatte der Linksfuß noch mit muskulären Problemen zu kämpfen gehabt, die er sich bei einem Einsatz in der nordamerikanischen MLS zugezogen hatte.
Trotz seiner herausragenden individuellen Erfolge stellt sich der Weltmeister von 2022 weiterhin voll in den Dienst der Mannschaft. Die Rolle des Spielmachers hat sich im Vergleich zum Triumph in Katar vor vier Jahren jedoch spürbar gewandelt. Der erfahrene Routinier wird nicht mehr zwingend in jeder Partie über die vollen 90 Minuten auf dem Rasen stehen. Ebenso ist das argentinische Offensivspiel nicht mehr ausschließlich auf ihn zugeschnitten.
Dennoch bleibt seine Präsenz auf dem Platz unverzichtbar. Als genialer Passgeber und Spezialist für Standardsituationen ist er der Fixpunkt, um den sich seine Mitspieler scharen. Innerhalb der Kabine herrscht vollste Überzeugung über seine Bedeutung für das Kollektiv, ohne dass die Entwicklung anderer Talente dadurch gehemmt wird.
Während der Ausnahmekönner seine Spielweise den physischen Gegebenheiten anpasst, hat sich das Team um ihn herum kaum verändert. Nationaltrainer Lionel Scaloni vertraut weiterhin auf das bewährte Grundgerüst des letzten WM-Titels. Zehn Akteure aus der damaligen Startelf des Finales stehen erneut im Aufgebot.
Darunter befindet sich auch Mittelfeldmotor Rodrigo de Paul, der sowohl auf dem Platz als auch abseits davon als unermüdlicher Beschützer seines Kapitäns fungiert. Die defensive Achse um Torhüter Emiliano Martinez und Abwehrchef Nicolas Otamendi bleibt ebenso intakt wie das kreative Mittelfeldzentrum mit Enzo Fernandez und Alexis Mac Allister. Lediglich der langjährige Weggefährte Angel Di Maria wird in diesem eingespielten Orchester, das nun auf die nächste große Titeljagd geht, fehlen.
DFB-Kapitän Joshua Kimmich und Trainer Julian Nagelsmann weisen die Kritik an Leroy Sané nach dem WM-Auftakt zurück.
Guillermo Ochoa beendet nach der WM seine Karriere, während Mitfavorit England den Ausfall von Tino Livramento beklagt.
Nach dem Auftaktsieg nutzt das DFB-Team einen freien Tag zur Erholung, während Antonio Rüdiger bei Real Madrid verlängert.