Frankreich droht im WM-Achtelfinale gegen Paraguay ein Wetter-Chaos
Wegen einer Unwetterwarnung in Philadelphia droht dem WM-Achtelfinale zwischen Frankreich und Paraguay eine lange Pause.
Mohamed Salah steht vor dem wohl wichtigsten Spiel seiner Nationalmannschaftskarriere. Der Kapitän führt Ägypten am Freitag in Dallas gegen Australien in das allererste WM-K.o.-Spiel der Verbandsgeschichte. Trotz einer Oberschenkelzerrung hofft der Superstar auf einen Einsatz im Sechzehntelfinale, bei dem er mit nur einem Treffer den ewigen Torrekord seines Landes einstellen kann.
Der Schreckmoment für alle Fans der Pharaonen ereignete sich im abschließenden Gruppenspiel gegen den Iran. Nach knapp einer Stunde musste der ägyptische Leitwolf mit einem Eisbeutel am hinteren linken Oberschenkel vom Platz. Das bedeutungslose 1:1-Unentschieden rückte angesichts der Verletzungssorgen schnell in den Hintergrund, da die Nordafrikaner das Ticket für die K.o.-Phase bereits zuvor gelöst hatten.
Nun gibt es jedoch Grund zur Hoffnung: Nach der anfänglichen Diagnose einer Oberschenkelzerrung durch den Mannschaftsarzt, nahm der Angreifer am Mittwoch wieder in Teilen am Mannschaftstraining in Spokane teil. Einem Einsatz in der wegweisenden Partie gegen die Socceroos scheint somit wenig im Wege zu stehen, ganz im Gegensatz zu Linksverteidiger Ahmed Fatouh, der einen Muskelfaserriss erlitt.
Gegen Australien geht es für den Weltklasse-Stürmer nicht nur um den Einzug ins Achtelfinale, sondern auch um den ultimativen Eintrag in die sportlichen Geschichtsbücher. Mit 68 Treffern in aktuell 119 Länderspielen fehlt dem Ausnahmekönner nur noch ein einziges Tor, um mit Ägyptens alleinigem Rekordtorschützen gleichzuziehen. Pikant dabei: Die Bestmarke von 69 Toren hält ausgerechnet der aktuelle Nationaltrainer Hossam Hassan, der dafür 177 Einsätze benötigte.
Tatsächlich schwelt um diese Statistik ein jahrelanger Gelehrtenstreit. Eigentlich hätte der pfeilschnelle Offensivmann die magische Marke bereits längst geknackt. Doch der Weltverband FIFA erkennt zwei Tore aus einem Testspiel gegen Swasiland im Jahr 2013 bis heute nicht an. Der kuriose Grund: Der damalige Nationalcoach Bob Bradley nutzte die Partie bei einem 10:0-Sieg für elf Auswechslungen zur Halbzeit – ein klarer Verstoß gegen die FIFA-Regularien. Ungeachtet dieser bürokratischen Hürde hat Ägyptens unangefochtener Star nun die Chance, die Diskussionen mit einem Treffer auf der größtmöglichen Bühne endgültig zu beenden.
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