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Nach 14 Jahren an der Seitenlinie tritt Didier Deschamps als Cheftrainer der französischen Fußball-Nationalmannschaft zurück. Der 57-Jährige verkündete seinen emotionalen Abschied nach einer turbulenten 4:6-Niederlage gegen England im Spiel um Platz drei bei der Weltmeisterschaft.

Bitterer Schlussakkord gegen England

Die Abschiedsvorstellung passte dabei so gar nicht zur restlichen Amtszeit des Basken. Im kleinen Finale der WM kassierte die Équipe Tricolore eine wilde Pleite gegen die „Three Lions“ – allein vier Gegentreffer fielen in der ersten Halbzeit, so viele wie im gesamten Turnierverlauf zuvor. Für den scheidenden Coach war es eine Frage der Ehre, sich schützend vor sein Team zu stellen. „Dass wir es nicht geschafft haben, ist natürlich meine Schuld“, erklärte der erfahrene Übungsleiter. Er wollte auch dieses oftmals ungeliebte Spiel der Halbfinal-Verlierer nicht einfach als bedeutungslose Pflichtaufgabe abtun.

Tränenreicher Abschied des Generals

Auf der anschließenden Pressekonferenz hatte der sonst so stoische „General“ sichtlich mit den Emotionen zu kämpfen. Zwar flossen keine Tränen, doch die Überwältigung ob der zahlreichen eingegangenen Nachrichten war spürbar. „Es ist das Ende einer Reise“, resümierte der Ex-Profi sichtlich bewegt über den Abschluss seiner Ära.

Vom Trümmerhaufen zurück auf den Thron

Wenn man auf die Anfänge des Trainers im Jahr 2012 zurückblickt, wird seine immense Lebensleistung deutlich. Damals übernahm er eine zutiefst verunsicherte Mannschaft, die nach dem peinlichen Bus-Boykott bei der WM 2010 in Südafrika und einer zähen Phase unter Laurent Blanc weit von der Weltspitze entfernt war. Stück für Stück formte er wieder eine echte Einheit. Über das WM-Viertelfinale 2014 und die bitter verlorene Heim-EM 2016 führte er die Franzosen schrittweise zurück an die Spitze.

Die absolute Krönung dieser Entwicklung folgte 2018 mit dem Weltmeistertitel in Russland – genau 20 Jahre nachdem er den goldenen Pokal bereits als Kapitän der Nationalmannschaft in die Höhe gestemmt hatte. Mit Deschamps verliert der französische Verband nun den Architekten seiner jüngsten goldenen Generation.

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