Tumulte im WM-Finale: FIFA ermittelt gegen Argentinien und Spanien
Nach handfesten Auseinandersetzungen im WM-Finale fordert die FIFA offizielle Stellungnahmen von Argentinien und Spanien.
Mehr als drei Monate nach dem umstrittenen Achtelfinal-Aus bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Argentinien greift die FIFA hart durch. Der Weltverband bestraft den ägyptischen Nationaltrainer Hossam Hassan, Teammanager Ibrahim Hassan sowie den Mittelfeldspieler Mostafa Ziko nach den Tumulten rund um die 2:3-Niederlage mit Sperren.
Ihren Ursprung haben die drastischen Strafen in dem hochdramatischen K.-o.-Spiel vom 7. Juli. Nach der knappen Niederlage gegen die von Lionel Messi angeführte Albiceleste war es zu massiven Rudelbildungen gekommen. Im Zentrum der Wut stand der französische Schiedsrichter François Letexier, dem die Nordafrikaner eklatante Fehlentscheidungen vorwarfen.
Besonders eine Szene in der Nachspielzeit hatte Trainer Hossam Hassan außer sich vor Wut gebracht. Unmittelbar vor dem entscheidenden 3:2-Siegtreffer durch den Argentinier Enzo Fernández in der 92. Minute wurde der Ägypter Hamdi Fathi beim Eindringen in den gegnerischen Strafraum von Alexis Mac Allister am Trikot gezogen. Letexier verweigerte den geforderten Elfmeter jedoch und ließ das Spiel weiterlaufen.
Der FIFA-Disziplinarausschuss sanktionierte das Verhalten der Offiziellen nach dem Abpfiff nun deutlich. Wie der ägyptische Fußballverband mitteilte, wurden Auswahlcoach Hossam Hassan und Manager Ibrahim Hassan mit einer Sperre von jeweils drei Länderspielen belegt. Noch härter traf es Mostafa Ziko: Der 29-Jährige muss sogar für fünf Partien der Nationalelf aussetzen.
Die Ägypter wollen diese Sanktionen allerdings nicht kampflos hinnehmen und kündigten den Gang in die Berufung an. Bereits unmittelbar nach der Niederlage hatte der Verband offiziell Beschwerde gegen Letexier und seine Assistenten eingereicht und deren sofortigen Turnierausschluss gefordert. Bleiben die Strafen bestehen, droht den Nordafrikanern ein empfindlicher personeller Ausfall in den kommenden Pflichtspielen.
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