15

Im abschließenden Gruppenspiel der Weltmeisterschaft 2026 trifft die österreichische Nationalmannschaft am Sonntag auf Algerien. Dem Team von Trainer Ralf Rangnick reicht um 4 Uhr morgens (MESZ) bereits ein Unentschieden, um sich den zweiten Platz hinter Argentinien zu sichern und in die K.o.-Runde einzuziehen. Um gegen die Nordafrikaner zu bestehen und als Überraschungsteam des Turniers aufzuzeigen, muss das ÖFB-Team jedoch seine offensiven Probleme dringend in den Griff bekommen.

Mangelnde Durchschlagskraft im ÖFB-Angriff

Die bisherige Turnierbilanz offenbart eine klare Schwachstelle: Es fehlt an der nötigen Wucht im letzten Drittel. In den ersten beiden Partien erzielten die Alpenkicker lediglich einen einzigen Treffer aus dem Spielverlauf heraus. Zwar setzte Romano Schmid beim Auftaktsieg gegen Jordanien mit einem sehenswerten Schlenzer ein absolutes Glanzlicht, ansonsten blieb die Offensivreihe aber vieles schuldig. Ein Eigentor und ein später Elfmetertreffer komplettieren die magere Ausbeute.

Passend zum Thema

Gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien (0:2) zeigte die Rangnick-Elf zwar einen aufopferungsvollen Kampf, blieb in der Gefahrenzone jedoch harmlos und konnte die südamerikanische Defensive kaum ernsthaft in Bedrängnis bringen.

Marko Arnautovic als Hoffnungsträger

Bislang blieben die nominellen Sturmspitzen Sasa Kalajdzic und Michael Gregoritsch blass. Ein Hauptgrund dafür ist die fehlende Unterstützung über die Außenbahnen. Da Spieler wie Marcel Sabitzer ihre Qualitäten eher im Zentrum haben, mangelt es an erfolgreichen Dribblings und präzisen Hereingaben von den Flügeln. Das macht es den großgewachsenen Zielspielern im Sturmzentrum schwer.

Den gefährlichsten Eindruck hinterließ bislang Marko Arnautovic. Der Routinier kam zweimal als Joker zum Einsatz und könnte im entscheidenden Duell nun von Beginn an auflaufen. Seine körperliche Präsenz und seine mitreißende Art sind genau die Elemente, die der österreichischen Auswahl aktuell fehlen. Er hat bereits bewiesen, dass die Kraft für eine intensive Halbzeit reicht.

Defensive Stabilität als Schlüssel zum Erfolg

Die Statistiken untermauern den Handlungsbedarf: Lediglich 14 Torschüsse verbuchten die Österreicher im bisherigen Turnierverlauf. Zum Vergleich: Algerien feuerte allein beim 2:1-Erfolg gegen Jordanien satte 18 Mal auf den gegnerischen Kasten.

Trotz der Offensivsorgen könnte der Matchplan für Sonntag vor allem auf defensiver Stabilität beruhen. Mit einem Remis hätten beide Nationen vier Punkte auf dem Konto, was den Österreichern den Weg in die nächste Runde ebnen würde. Mittelfeld-Motor Konrad Laimer und seine Kollegen wissen jedoch, dass sie sich spielerisch steigern müssen, wenn die Reise bei dieser Weltmeisterschaft noch weitergehen soll.

Verwandte Beiträge

Warum Sportwetten-Magazin vertrauen?