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Frankreichs Superstar Kylian Mbappé ist nach dem 1:0-Sieg im WM-Achtelfinale gegen Paraguay Opfer schwerer rassistischer Beleidigungen geworden. Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia attackierte den 27-Jährigen auf sozialen Netzwerken verbal, woraufhin der Kapitän der Équipe Tricolore mit einer deutlichen Botschaft reagierte.

Hitziges WM-Achtelfinale eskaliert nach Abpfiff

Dem Eklat ging ein umkämpftes Duell voraus. Die Franzosen setzten sich am Samstag im Turnierverlauf knapp mit 1:0 gegen die starken Südamerikaner durch, die zuvor noch Deutschland besiegt hatten. Während der 90 Minuten musste der pfeilschnelle Stürmer zahlreiche harte Zweikämpfe einstecken, teilte jedoch selbst auch aus. Nach dem Schlusspfiff entluden sich die Emotionen: Aus Frust über die ruppige Gangart verweigerte der Weltmeister von 2018 Paraguays Torhüter Orlando Gill den Handschlag und provozierte stattdessen mit einer Geste. Der Schlussmann reagierte prompt und warf dem Angreifer den Ball in den Rücken.

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Rassistische Entgleisung durch Politikerin

Diese emotionale Szene auf dem Platz nahm die Senatorin Celeste Amarilla de Boccia zum Anlass für beispiellose Tiraden im Internet. Auf der Plattform X bezeichnete sie den Ausnahmeathleten als Trottel und bediente widerwärtige rassistische Klischees. Auf Instagram legte sie wenig später nach und diffamierte den Torjäger unter anderem als kolonisierten Kameruner voller Minderwertigkeitskomplexe. Zudem bedauerte sie öffentlich, dass niemand dem Franzosen nach dem Spiel eine schallende Ohrfeige verpasst habe.

Mbappé und Frankreichs Sportministerin wehren sich

Der Kapitän der französischen Nationalmannschaft ließ die Vorwürfe nicht unkommentiert. Auf X verurteilte er die Aussagen scharf und nannte die Politikerin eine verachtenswerte Frau, die ihres Amtes unwürdig sei. Er betonte, dass sie mit ihrem schamlosen Rassismus nicht das wahre Paraguay vertrete, welches sich bei dieser Weltmeisterschaft mit Leidenschaft und Ehre präsentiert habe. Menschen wie Amarilla de Boccia werde er niemals die Freiheit lassen, ihren Hass in der Welt zu verbreiten.

Rückendeckung erhielt der Ex-Pariser von der französischen Sportministerin Marina Ferrari. Sie stufte die verbalen Attacken als abscheulich ein und unterstrich, dass ein Angriff auf den Kapitän zugleich ein Angriff auf die Grundwerte Frankreichs sei – Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

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