Frankreich droht im WM-Achtelfinale gegen Paraguay ein Wetter-Chaos
Wegen einer Unwetterwarnung in Philadelphia droht dem WM-Achtelfinale zwischen Frankreich und Paraguay eine lange Pause.
Kylian Mbappé bewahrt die französische Nationalmannschaft vor einem WM-Aus. Bei extremen Bedingungen im US-amerikanischen Philadelphia setzte sich der Titelfavorit mit 1:0 (0:0) gegen ein äußerst zähes Paraguay durch. Ein später Foulelfmeter nach Videobeweis entschied die hart umkämpfte Achtelfinal-Partie und sichert den Franzosen das Ticket für die Runde der letzten Acht.
Bei Außentemperaturen von knapp 40 Grad Celsius entwickelte sich von Beginn an die erwartete Geduldsprobe für das Team von Nationaltrainer Didier Deschamps. Paraguay, das zuvor bereits die deutsche Mannschaft aus dem Turnier befördert hatte, stellte sich tief in die eigene Hälfte und verwickelte den Favoriten in unzählige Zweikämpfe. Zwar dominierte die Équipe Tricolore das Geschehen phasenweise mit über 80 Prozent Ballbesitz, drosselte aber aufgrund der Hitze das Tempo merklich. Die furchteinflößende Staroffensive um Michael Olise und Ousmane Dembélé wirkte gegen das Abwehrbollwerk der Südamerikaner zunehmend genervt und blieb in der ersten Halbzeit ohne echte Großchance.
Nach dem Seitenwechsel zogen die Franzosen das Tempo leicht an. Die entscheidende Szene ließ jedoch bis zur 70. Minute auf sich warten: Nach einem Tritt von Paraguays Diego Gomez gegen den eingewechselten Desiré Doué schaltete sich der Videoschiedsrichter ein. Schiedsrichter und VAR entschieden auf Strafstoß. Kylian Mbappé ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zum erlösenden 1:0-Siegtreffer.
Nach dem Abpfiff brüllte der Torschütze seine Erleichterung heraus und betonte den Kampfgeist seiner Mannschaft. „Wir haben gezeigt, dass wir nicht nur Offensivfußball spielen können“, so der Starstürmer. Mit Blick auf die harte Gangart des Gegners fügte er an: „Wenn wir uns die Hände schmutzig machen müssen, dann machen wir uns die Hände schmutzig. Wir können auch dreckig spielen, aber waren trotzdem besser als sie.“
Der glanzlose, aber effektive Arbeitssieg weckt in der Heimat durchaus positive Erinnerungen: Bereits auf dem Weg zum ersten WM-Titel 1998 musste Frankreich im Achtelfinale Paraguay aus dem Weg räumen – damals reichte ein mühsames 1:0 per Golden Goal. Um den Titeltraum am Leben zu halten, muss sich das Milliardenensemble im kommenden Spiel jedoch spielerisch steigern. Im Viertelfinale wartet am Donnerstag (22:00 Uhr MESZ) in Boston das Überraschungsteam aus Marokko auf den zweimaligen Weltmeister.
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