Österreich zittert sich ins WM-Sechzehntelfinale – Nun wartet Spanien
Trotz schwacher Leistung erreicht Österreich das WM-Sechzehntelfinale gegen Spanien. Das Team übt jedoch scharfe Selbstkritik.
Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick hat sich zum frühen WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft geäußert. Der 68-Jährige stellt dabei unmissverständlich klar, dass ihn die Krise des DFB-Teams kaum berührt, da sein voller Fokus auf dem anstehenden Sechzehntelfinale gegen Spanien liegt.
Bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada überschatten die Nachwehen der deutschen Blamage gegen Paraguay (3:4 nach Elfmeterschießen) weiterhin das Turniergeschehen. Auf das Ausscheiden des DFB-Teams angesprochen, verwies Ralf Rangnick nüchtern auf die enorme Leistungsdichte des Turniers. Als Beispiel zog der ehemalige Leipziger das knappe Weiterkommen von Thomas Tuchel und der englischen Nationalmannschaft gegen den Underdog DR Kongo (2:1) heran. Hätte England gewackelt, wäre laut Rangnick nochmal ein Deutscher weniger da gewesen.
Dennoch legt der österreichische Auswahltrainer keinen Wert darauf, nun als verbliebener deutscher Übungsleiter die Fahne bei dem Großturnier hochzuhalten. Ihn interessiere ausschließlich, ob seine Mannschaft die Chance habe, die bisherige Reise erfolgreich fortzusetzen. Der Blick richtet sich strikt nach vorne.
Am Donnerstagabend (21:00 Uhr) wartet auf die ÖFB-Auswahl im Sechzehntelfinale eine echte Herkulesaufgabe. Mit dem amtierenden Europameister Spanien um Toptalent Lamine Yamal trifft das Team auf einen absoluten Turnierfavoriten. Rangnick kündigte an, dass seine Schützlinge alles in die Waagschale werfen werden. Um gegen die spielstarken Iberer zu bestehen, brauche es ein Match, in dem die Mannschaft über sich hinauswachse. Von diesem Potenzial seiner Spieler ist der Cheftrainer jedoch fest überzeugt.
Das Selbstvertrauen kommt nicht von ungefähr: Österreich hatte sich das Ticket für die K.o.-Phase durch eine absolute Willensleistung gesichert. Ein später Treffer von Joker Sasa Kalajdzic in der sechsten Minute der Nachspielzeit bescherte dem Team im spektakulären Gruppenfinale gegen Algerien ein 3:3-Unentschieden und das rettende Weiterkommen.
Während Julian Nagelsmann in der Heimat nach dem Fiasko schwer in der Kritik steht, genießt Rangnick in der Alpenrepublik höchste Anerkennung. Er hat den Nachbarn in den vergangenen Jahren zu einem gefährlichen Geheimfavoriten geformt, der nun bereit ist, den nächsten großen Gegner zu ärgern.
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