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Nach einem dramatischen Achtelfinal-Aus bei der Fußball-WM 2026 hat Ägypten schwere Manipulationsvorwürfe gegen die FIFA und Schiedsrichter Francois Letexier erhoben. Im Nachgang der bitteren 2:3-Niederlage gegen Titelverteidiger Argentinien wies FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina die harten Anschuldigungen der Nordafrikaner nun entschieden zurück.

Argentinien dreht 0:2-Rückstand in der Schlussphase

Die Partie glich einer sportlichen Achterbahnfahrt. Ägypten führte gegen den amtierenden Weltmeister sensationell mit 2:0 und schnupperte an der großen Überraschung. Doch die Südamerikaner bewiesen ihre Comeback-Qualitäten und drehten das Spiel durch drei späte Treffer. Den Schlusspunkt setzte Enzo Fernández tief in der Nachspielzeit (90.+2) mit dem entscheidenden Tor, das die Teilnahme an der Runde der letzten Acht sicherte.

Schwere Vorwürfe aus dem ägyptischen Lager

Das emotionale Aus sorgte bei den Nordafrikanern für massiven Frust, der sich in verbalen Attacken entlud. Offensivspieler Mostafa Ziko warf dem französischen Unparteiischen offen Voreingenommenheit vor und behauptete, das Turnier sei zugunsten der Argentinier manipuliert. Auch Nationaltrainer Hossam Hassan stieß ins gleiche Horn. Der 59-Jährige unterstellte, dass finanzielle Interessen und der Wunsch, Superstar Lionel Messi im Turnier zu halten, die Entscheidungen auf dem Platz beeinflusst hätten. Daraufhin legte der ägyptische Verband offiziell Beschwerde ein und forderte den Ausschluss des Referees.

Pierluigi Collina verteidigt Schiedsrichtergespann

Diese drastischen Worte riefen nun Pierluigi Collina auf den Plan. Der Italiener verurteilte die Aussagen auf der FIFA-Homepage scharf und betonte, dass unbegründete Anschuldigungen im Sport keinen Platz hätten. Zudem warnte der ehemalige Weltschiedsrichter davor, dass solche öffentlichen Äußerungen gefährliche Reaktionen bis hin zu Bedrohungen gegen die Schiedsrichter und deren Familien auslösen könnten.

In der sportlichen Analyse stellte sich Collina hundertprozentig hinter Letexier und den VAR. Er entkräftete die zwei Hauptkritikpunkte der Ägypter detailliert: Das in der 58. Minute aberkannte Tor von Ziko sei zu Recht zurückgenommen worden, da Marwan Attia dem Argentinier Lisandro Martínez im Vorfeld auf den Fuß gestiegen war. Auch vor dem späten Siegtreffer der Albiceleste habe kein ahndungswürdiges Foul im Strafraum vorgelegen. Es habe sich laut Collina lediglich um einen normalen Fußball-Kontakt gehandelt, weshalb der geforderte Elfmeter für Ägypten korrekterweise ausblieb.

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