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Kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft sorgt die Torwart-Debatte in der deutschen Nationalmannschaft weiter für Unruhe. Nun hat auch Thomas Müller die Kommunikation von Bundestrainer Julian Nagelsmann rund um den späten Wechsel im DFB-Tor von Oliver Baumann zu Manuel Neuer offen kritisiert.

Sportlich richtig, kommunikativ ein Fehler

Der späte Tausch zwischen den Pfosten schlägt hohe Wellen. Obwohl Oliver Baumann über weite Strecken gesetzt schien, entschied sich der 38-jährige Übungsleiter auf den letzten Metern für den Routinier aus München. Thomas Müller, der Nagelsmann bestens aus gemeinsamen Tagen beim FC Bayern kennt, nahm hinsichtlich des Vorgehens kein Blatt vor den Mund. Die Diskussion sei heiß gekocht worden, da sie kommunikativ fragwürdig abgelaufen sei. Der Weltmeister von 2014 stellte jedoch klar, dass er die Entscheidung sportlich absolut nachvollziehen könne.

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Der erfahrene Offensivspieler brach zugleich eine Lanze für seinen langjährigen Weggefährten im Tor. Was den Schlussmann nach wie vor auszeichne, seien sein überragendes Stellungsspiel und die präzise Beinarbeit. Als Beweis führte Müller starke Paraden im jüngsten Rückspiel gegen Paris an: Wenn der Keeper körperlich fit sei, mache er schlichtweg die beste Figur auf dem Platz.

Experten einig: Kritik an Neuers Konstanz wächst

Mit seiner Skepsis bezüglich des Nagelsmann-Stils steht Müller nicht alleine da. Auch andere prominente Stimmen aus dem Fußballkosmos äußerten zuletzt Bedenken, zielten dabei jedoch eher auf die sportliche Leistung des Rückkehrers ab. Die ehemalige DFB-Torfrau Almuth Schult erinnerte daran, dass der Münchner bei den letzten Turnieren nicht der entscheidende Faktor gewesen sei, um das Team vor dem Aus zu bewahren. Zwar bleibe er an guten Tagen der beste Torhüter der Welt, lasse in dieser Saison aber die nötige Konstanz vermissen.

In eine ähnliche Kerbe schlug Torwart-Legende Uli Stein. Er urteilte hart über die vergangenen Turnierauftritte des Keepers. Objektiv betrachtet seien die Darbietungen bereits bei der Endrunde in Katar 2022 nicht mehr auf absolutem Top-Niveau gewesen. Die Diskussion um die unumstrittene Nummer eins dürfte Julian Nagelsmann und die Mannschaft somit auch während der Weltmeisterschaft weiter begleiten.

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