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Thomas Tuchel bleibt trotz des bitteren Halbfinal-Aus der englischen Nationalmannschaft gegen Argentinien im Amt. Der deutsche Cheftrainer profitierte vom Erreichen der Vorschlussrunde, wodurch eine beidseitige Klausel zur vorzeitigen Vertragsauflösung unwirksam wurde. Dennoch wächst auf der Insel die massive Kritik an den defensiven Entscheidungen des Übungsleiters.

Vertragsklausel verhindert sofortige Trennung

Das Mutterland des Fußballs muss nach der Niederlage gegen Argentinien erneut ohne Titel die Heimreise antreten. Für die Engländer geht es bei der Endrunde lediglich noch um Platz drei. Dennoch sitzt Thomas Tuchel laut einem Bericht von The Athletic weiterhin fest im Sattel. Ausschlaggebend dafür ist das Erreichen des Halbfinals. Wären die Three Lions früher im Turnier gescheitert, hätten sowohl der englische Verband als auch der Trainer selbst durch vertraglich verankerte Klauseln die Zusammenarbeit problemlos beenden können.

Zweifel am Taktik-Genie wachsen

Obwohl der Job des ehemaligen Bundesliga-Trainers vorerst sicher ist, rumort es im Hintergrund gewaltig. Der Bericht enthüllt, dass mehrere Verantwortliche des Verbandes von den Entscheidungen im Spiel gegen die Südamerikaner geradezu bestürzt waren. Tuchels Ruf als brillanter Stratege wird mittlerweile offen angezweifelt. Für einige Funktionäre wäre ein vorzeitiges Aus samt greifender Trennungsklausel offenbar sogar das bevorzugte Szenario gewesen.

Defensive Wechsel kosten den Finaleinzug

Im Zentrum der fachlichen Kritik steht die Schlussphase der Halbfinal-Partie. Nach der vielversprechenden 1:0-Führung durch Anthony Gordon entschied sich Tuchel für einen drastischen Systemwechsel. Er nahm den Torschützen vom Feld, um ein defensives Zeichen zu setzen, und brachte später mit Dan Burn einen weiteren Innenverteidiger. Diese extrem passive Ausrichtung führte dazu, dass die Engländer in der letzten halben Stunde offensiv gar nicht mehr stattfanden und sich fast ausschließlich am eigenen Strafraum einigelten.

Die Quittung für diese destruktive Spielweise folgte prompt: Kurz vor dem Abpfiff bestraften Enzo Fernandez und Lautaro Martinez das Abwehrbollwerk mit ihren Treffern. Während Argentinien zum dritten Mal in zwölf Jahren in ein WM-Finale einzieht, stehen die Engländer wieder einmal mit leeren Händen da.

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