FIFA plant WM-Erweiterung auf 64 Teams – Erste Analysen beauftragt
Die FIFA prüft übereinstimmenden Berichten zufolge eine weitere Aufstockung der Fußball-Weltmeisterschaft auf 64 Teams.
Die türkische Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft 2026 bereits in der Gruppenphase gescheitert. Trotz langer numerischer Überzahl unterlag das Team von Trainer Vincenzo Montella in Philadelphia mit 0:1 gegen Paraguay. Überschattet wurde das frühe WM-Aus von einer absoluten Premiere: Zum ersten Mal in der Geschichte des Turniers griff die neue FIFA-Regel gegen das Verdecken des Mundes, was zu einer glatten Roten Karte für Südamerikas Miguel Almiron führte.
Der Albtraum für die Mannschaft vom Bosporus begann bereits nach 64 Sekunden. Matias Galarza fasste sich aus rund 20 Metern ein Herz und versenkte einen fulminanten Flachschuss im Netz. Es war das bislang schnellste Tor der laufenden Endrunde. Nach der 0:2-Auftaktniederlage gegen Australien stand die Montella-Elf fortan massiv unter Zugzwang und rannte gegen leidenschaftlich verteidigende Paraguayer an. Trotz rund 80 Prozent Ballbesitz fehlte jedoch über weite Strecken die nötige Präzision im Angriffsdrittel, zahlreiche Fernschüsse verfehlten ihr Ziel.
Für das große Novum der Partie sorgte schließlich die Nachspielzeit der ersten Hälfte. Nach einem Zweikampf um Isidro Pitta kam es zur Rudelbildung. Mittendrin: Der paraguayische Routinier Miguel Almiron und Mert Müldür. Schiedsrichter Ivan Barton schickte den 35-jährigen Südamerikaner daraufhin vom Feld. Der Grund: Almiron hatte sich beim Sprechen in Richtung Müldür die Hand vor den Mund gehalten.
Die FIFA reagiert mit dieser strikten Vorschrift auf Vorfälle aus der jüngeren Vergangenheit, um versteckte rassistische Beleidigungen konsequent zu unterbinden. Auslöser für die Regeländerung war eine Kontroverse in der Champions League zwischen Reals Vinicius Jr. und Gianluca Prestianni von Benfica Lissabon.
Den Feldvorteil konnte die Türkei im zweiten Durchgang nicht in Tore ummünzen. Die beste Ausgleichschance hatte es sogar schon vor dem Platzverweis gegeben, als Müldür nach einer gefährlichen Freistoßflanke von Hakan Calhanoglu den Ball kurios an Latte und Pfosten köpfte (35. Minute). Für Vincenzo Montella, der im Vorfeld des Spiels noch mehr Respekt aus der Heimat für die Leistungen seiner Spieler gefordert hatte, endet das Turnier in Nordamerika somit als herbe Enttäuschung.
Die FIFA prüft übereinstimmenden Berichten zufolge eine weitere Aufstockung der Fußball-Weltmeisterschaft auf 64 Teams.
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