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Die brasilianische Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft einen souveränen 3:0-Pflichtsieg gegen Haiti eingefahren. Bereits vor dem Pausenpfiff sorgten die formstarken Matheus Cunha und Vinicius Júnior für klare Verhältnisse und ließen dem krassen Außenseiter keine Chance.

Mutiger Beginn von Haiti bleibt unbelohnt

Wer mit einem sofortigen Sturmlauf des Rekordweltmeisters gerechnet hatte, rieb sich in der Anfangsphase verwundert die Augen. Haiti startete erfrischend mutig, kombinierte sich flüssig aus der Abwehr heraus und verzeichnete nach einer Viertelstunde überraschende 50 Prozent Ballbesitz. Die Seleção tat sich zunächst schwer, ehe Spielmacher Bruno Guimaraes das Spiel mit genialen Pässen in die Tiefe an sich riss. Zweimal setzte er Raphinha sehenswert in Szene, doch der Offensivmann scheiterte zunächst knapp aus Abseitsposition und lupfte den Ball kurz darauf hauchdünn am Kasten von Haiti-Keeper Johny Placide vorbei.

Doppelschlag von Cunha und Vini-Magie brechen den Bann

In der 23. Minute schlug der Favorit dann eiskalt zu – wenn auch mit tatkräftiger Unterstützung der gegnerischen Defensive. Nach einem typischen Dribbling von Vinicius Júnior von der linken Seite konnte Placide den Schuss nur nach vorne abklatschen. Beim anschließenden Klärungsversuch schoss Haitis Verteidiger Hannes Delcroix den heranstürmenden Matheus Cunha an, von dessen Bein der Ball ins Netz trudelte. Der Treffer hielt der Überprüfung stand und zählte als regulärer Kampf um den Ball.

Mit der Führung im Rücken drehte Brasilien nun richtig auf. Die Gegenwehr der Haitianer schmolz dahin, da sie gegen die rasanten Sololäufe von Vinicius Júnior kein Mittel fanden. In der 36. Minute bediente der Star von Real Madrid den Ex-Bundesliga-Profi Cunha, der den Ball per Kracher fulminant in den linken Winkel jagte. Noch vor dem Halbzeitpfiff krönte Vinicius Júnior (45.+3) seine herausragende Leistung selbst: Nach einem Assist von Lucas Paquetá schloss er flach ab, wobei Haitis Schlussmann erneut keine gute Figur machte.

Ancelottis Elf schaltet in den Verwaltungsmodus

Mit einer dominanten Statistik von 63 Prozent Ballbesitz und 7:0 Torschüssen ging es in die Kabine. Im zweiten Durchgang schaltete das Team von Cheftrainer Carlo Ancelotti einen Gang zurück. Die Südamerikaner verwalteten das Ergebnis weitgehend im Schongang, wodurch sich ungewohnte Fehlpässe in das Aufbauspiel der Brasilianer einschlichen. Dennoch geriet der verdiente 3:0-Erfolg zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr.

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