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Deniz Undav hat die deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2026 mit einem beeindruckenden Doppelpack vorzeitig in die K.o.-Runde geschossen. Der Stürmer des VfB Stuttgart kam im Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste in Toronto als Joker auf den Platz, drehte einen Rückstand und führt nun sogar die Scorerliste des Turniers an.

Vom Fan-Wunsch zum Matchwinner

Es lief die 61. Minute im Toronto Stadium, als Bundestrainer Julian Nagelsmann beim Stand von 0:1 reagierte. Der deutschen Offensive fehlte die Durchschlagskraft, doch das Publikum wusste bereits, wer das ändern könnte. Lautstarke Sprechchöre forderten die Einwechslung der Nummer 26. Selbst in Toronto wird mein Name gerufen, staunte der Matchwinner nach dem Schlusspfiff über die internationale Unterstützung.

Der formstarke Angreifer kam, sah und lieferte ab. Nach einer maßgenauen Flanke des ebenfalls eingewechselten Nadiem Amiri markierte der ehemalige Regionalliga-Spieler zunächst den Ausgleich, bevor er den Siegtreffer nachlegte. Damit steht Deutschland zum ersten Mal seit dem Titelgewinn 2014 wieder sicher in der K.o.-Phase einer Weltmeisterschaft.

Brutales Stürmer-Gen und eiskalte Schnauze

Die aktuelle Form des Torjägers gleicht einem sportlichen Märchen. Nach seiner Knieverletzung im Oktober 2025 kehrte er eindrucksvoll zurück: 19 Tore in 27 Bundesligaspielen für die Schwaben sprechen für sich. In der Nationalelf knüpft er nahtlos daran an und erzielte in den vergangenen fünf Länderspielen sechs Treffer. Mit insgesamt drei Toren und zwei Vorlagen in einer knappen Stunde Einsatzzeit bei dieser Endrunde – zuvor traf er bereits gegen Curacao – grüßt der Schwabe aktuell von der Spitze der WM-Scorerliste.

Für seine Mitspieler ist diese Entwicklung längst keine Überraschung mehr. Abwehrchef Jonathan Tah lobte die Leichtigkeit und eiskalte Schnauze seines Kollegen, während Vorlagengeber Amiri ihn schlicht als Wahnsinn und Killer vor dem Tor bezeichnete. Der Stürmer selbst nimmt seinen Lauf mit einer Mischung aus Verwunderung und unerschütterlichem Selbstvertrauen: Er wisse einfach, dass er ein Tor mache, wenn er auf den Platz komme. Mit dieser Überzeugung drängt der designierte Player of the Match nun unweigerlich auf einen Platz in der deutschen Startelf.

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