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Für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada haben die 48 teilnehmenden Nationen insgesamt 1.248 Spieler nominiert. Eine detaillierte Analyse der Kader zeigt deutlich auf, in welchen Ligen das meiste fußballerische Kapital gebündelt ist. Während England den Weltfußball als Arbeitgeber dominiert, sichert sich Deutschland überraschend den zweiten Platz im globalen Vergleich.

Englische Ligen dominieren, Deutschland auf Platz zwei

Wer einen Blick auf die Vereinszugehörigkeiten der WM-Fahrer wirft, erkennt sofort die immense wirtschaftliche und sportliche Zugkraft Englands. Satte 200 Spieler verdienen ihr Geld auf der Insel. Dabei beschränkt sich die Rekrutierung keineswegs nur auf die zahlungskräftige Premier League, auch aus den unterklassigen Ligen reisen zahlreiche Profis zum Turnier.

Direkt dahinter positioniert sich Deutschland mit beachtlichen 109 Akteuren. Wie tief die internationale Vernetzung im deutschen Fußball reicht, beweist die Nominierung von Josue Duverger. Der Torhüter läuft im regulären Ligabetrieb für den Fünftligisten FC Cosmos Koblenz auf und vertritt bei der Endrunde die Farben der haitianischen Nationalmannschaft. Hinter dem Spitzenduo reihen sich Frankreich und Spanien mit jeweils 86 abgestellten Spielern ein, gefolgt von Italien mit 71 Nominierungen.

100 Prozent Legionäre: Die Exoten der Kadernominierung

Ein völlig anderes Bild zeichnet sich bei der Herkunft der Nationalspieler ab. Der zweimalige Weltmeister Uruguay zählt historisch zu den absoluten Topnationen. Doch obwohl das südamerikanische Land kontinuierlich hochkarätige Talente hervorbringt, sucht man Spieler aus der heimischen Primera Division im Kader vergeblich. Cheftrainer Marcelo Bielsa vertraut bei seinem Aufgebot auf eine Legionärsquote von 100 Prozent. Ein Schicksal, das sich die Südamerikaner unter anderem mit dem Senegal, der Elfenbeinküste und Kap Verde teilen.

Die Niederlande weisen ebenfalls eine bemerkenswerte Statistik auf. Zwar stehen 46 WM-Teilnehmer bei niederländischen Vereinen unter Vertrag, die eigene Nationalmannschaft, die Elftal, besteht jedoch zu 92,3 Prozent aus Legionären. Lediglich Wout Weghorst und Guus Til verdienen ihr Geld in der heimischen Eredivisie. Den exakten Gegenentwurf bilden Katar und Saudi-Arabien, die ihre Nationalteams fast ausschließlich aus der eigenen Liga rekrutieren und jeweils nur einen einzigen Auslandsprofi im Kader aufbieten.

Manchester City schickt ein komplettes Aufgebot zum Turnier

Auf Vereinsebene unterstreicht Manchester City seine Ausnahmestellung. Dem neuen Cheftrainer Enzo Maresca steht ein extrem einsamer Trainingsauftakt bevor. Die Citizens stellen insgesamt 19 Spieler ab, die sich auf zwölf verschiedene WM-Teilnehmer verteilen. Von England über Spanien bis hin zu Usbekistan sind die Akteure des englischen Meisters rund um den Globus im Einsatz und prägen das Bild der kommenden Weltmeisterschaft maßgeblich.

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