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Kurz vor dem Start der K.o.-Runde bei der Weltmeisterschaft 2026 plant die FIFA eine kurzfristige Anpassung der Regularien. Der Weltverband möchte den Ablauf vor einem Elfmeterschießen vereinfachen und hat dazu einen entsprechenden Antrag beim Regelhüter-Gremium IFAB eingereicht.

Nur noch ein Münzwurf statt zwei

Bislang entscheiden die Schiedsrichter mit zwei separaten Münzwürfen über die Rahmenbedingungen des Showdowns vom Punkt. Der erste Wurf bestimmt – sofern der Unparteiische nicht aufgrund von Sicherheitsbedenken oder Platzverhältnissen selbst entscheidet –, auf welches Tor geschossen wird. Der zweite Wurf klärt im Anschluss, welche Mannschaft beginnt.

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Wie die englische Zeitung The Times zuerst berichtete, soll künftig nur noch eine einzige Münze fliegen. Der Gewinner dieses Wurfs darf künftig darüber entscheiden, ob sein Team den ersten Schuss abgibt oder lieber nachlegt. Die gegnerische Mannschaft erhält im Gegenzug das Recht, das Tor für den anstehenden Strafstoß-Krimi auszuwählen.

Regelhüter dehnen die eigenen Vorschriften

Dass eine solche Anpassung mitten im Turnier und wenige Tage vor den ersten Achtelfinalspielen am Sonntag diskutiert wird, ist durchaus ungewöhnlich. Eigentlich sieht das Statut vor, dass das International Football Association Board (IFAB) Regeländerungen ausschließlich auf seiner jährlichen Generalversammlung beschließt.

In der Praxis haben die Regelhüter diese strikte Vorgabe jedoch zunehmend aufgeweicht. So wurden in der jüngeren Vergangenheit bereits Neuerungen wie erweiterte Befugnisse für den Video-Assistenten oder Rote Karten für das absichtliche Verdecken des Mundes bei Spielerkonfrontationen abseits des großen Treffens eingeführt. Die Verantwortlichen machen sich dabei eine Grauzone zunutze: Sie deklarieren die sofortigen Eingriffe kurzerhand als Testverfahren oder Klarstellungen, bevor die formelle Verankerung im Regelwerk zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird.

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