Kolumbien besiegt Ghana und komplettiert das Achtelfinale der WM 2026
Kolumbien zieht nach einem hochverdienten 1:0-Sieg gegen ein völlig harmloses Ghana als letztes Team ins WM-Achtelfinale ein.
Jesse Marsch hat mit der kanadischen Nationalmannschaft bei der WM 2026 Historisches erreicht. Durch einen knappen 1:0-Erfolg gegen Südafrika zog der Co-Gastgeber erstmals in das Achtelfinale ein. Doch neben dem sportlichen Meilenstein sorgt der 52-jährige Trainer abseits des Platzes mit seiner Rolle als emotionaler Showman für Schlagzeilen.
Nach dem entscheidenden Sieg über Südafrika hielt der kanadische Nationaltrainer eine Rede, die rasch viral ging. Er bezeichnete seine Spieler als kanadische Helden und Vorbilder für die zukünftige Generation. Was für die einen pure Leidenschaft darstellt, werten Kritiker als berechnende Show. Dem Übungsleiter sind solche Vorwürfe jedoch völlig egal. Marsch weiß, dass seine überbordende Emotionalität polarisiert. Sogar die große US-Presse sprang dem Trainer zur Seite und betonte, dass er zwar gerne der Hauptdarsteller sei, seine Worte aber stets seiner tiefsten Überzeugung entsprächen.
Besonders brisant ist das Verhalten des Ex-Leipzigers im Kontext seiner eigenen Herkunft. Der in Wisconsin geborene Fußballlehrer küsste während des Turniers das kanadische Wappen und lobte die Hingabe seiner aktuellen Mannschaft bei der Nationalhymne. Dabei konnte er sich einen Seitenhieb auf sein Heimatland nicht verkneifen. Laut Marsch habe man in den USA Spieler in der Vergangenheit teilweise anflehen müssen, die Hymne mitzusingen, während die Kanadier dies aus voller Kehle und tiefem Stolz täten. Er betonte, dass er als Ausländer mit vollem Herzen hinter seiner Aufgabe stehe, auch wenn er grundsätzlich stolz darauf bleibe, Amerikaner zu sein.
Trotz seiner US-amerikanischen Wurzeln und einer früheren Tätigkeit als Co-Trainer der US-Boys in den Jahren 2010 und 2011 hat Marsch mit diesem Kapitel endgültig abgeschlossen. Auf Spekulationen über ein zukünftiges Engagement als Cheftrainer der Vereinigten Staaten fand er unmissverständliche Worte: Er werde niemals die US-Nationalmannschaft trainieren. Sein Fokus und seine Leidenschaft gehören bei dieser Endrunde einzig und allein der historischen Reise mit dem kanadischen Team.
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