Lionel Messi schießt Argentinien mit Rekordtoren ins WM-Achtelfinale
Lionel Messi schießt Argentinien in die K.o.-Runde und bricht den historischen WM-Torrekord von Miroslav Klose.
Bei der Fußball-WM 2026 gerät FIFA-Präsident Gianni Infantino massiv in die Kritik. Während der Verbandschef als Vielflieger quer durch Nordamerika reist und dabei enorme CO2-Emissionen verursacht, teilt Ex-Weltmeister Philipp Lahm scharf gegen dessen politische Verflechtungen aus. Abseits der Funktionärsebene sorgen ein historischer Rekord von Lionel Messi und ein tragischer Zwischenfall für Schlagzeilen.
Gianni Infantino ist bei dieser XXL-Weltmeisterschaft omnipräsent. Mal zeigt sich der FIFA-Präsident im mexikanischen Azteken-Stadion, wenig später in Vancouver, nur um tags darauf quer durch die USA zu jetten. Doch dieser ehrgeizige Reiseplan hat einen hohen Preis für die Umwelt. Allein am ersten Spieltag des Turniers soll der Verbandsboss durch seine Flüge rund 200 Tonnen CO2 freigesetzt haben – zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Bundesbürger verursacht in einem ganzen Jahr etwa zehn Tonnen. Damit wird der Schweizer zunehmend zum Symbol einer ökologisch höchst fragwürdigen Endrunde.
Zu der Kritik an der verheerenden Klimabilanz gesellen sich nun auch deutliche Worte aus Deutschland. Philipp Lahm, Weltmeister-Kapitän von 2014, prangerte in der Wochenzeitung Die Zeit insbesondere die politische Nähe des FIFA-Bosses zu US-Präsident Donald Trump an. Lahm warnte eindringlich davor, dass Entscheidungsträger persönliche Vorteile aus ihren Ämtern ziehen könnten. Sein hartes Urteil: Die WM wird verkauft, was dem Fußball massiv an Glaubwürdigkeit raube.
Während in Nordamerika der Ball rollt, kam es im Nahen Osten zu einer Tragödie. In der jordanischen Hauptstadt Amman ist beim Public Viewing des Gruppenspiels zwischen Jordanien und Algerien (1:2) ein Mensch in einem Massengedränge ums Leben gekommen. Tausende Fans hatten sich in den frühen Morgenstunden auf dem Haschemitischen Platz im Zentrum der Stadt versammelt, um die Partie auf einer Großleinwand zu verfolgen. Laut Angaben des jordanischen Innenministeriums erlag das Opfer im Krankenhaus seinen Verletzungen. Acht weitere Besucher erlitten Blessuren und mussten ebenfalls medizinisch versorgt werden.
Deutlich ausgelassener geht es derweil im US-Bundesstaat Florida zu. Die schottische Nationalmannschaft trifft im entscheidenden finalen Gruppenspiel auf Brasilien. Die Tartan Army, wie die treuen Anhänger der Schotten genannt werden, hat nach ihrem Aufenthalt in Boston nun Miami in Beschlag genommen. Vor dem Stadion der Miami Marlins sorgen die britischen Fans mit Gesang und purer Party-Lust für eine einzigartige Atmosphäre unter der Sonne Floridas.
Sportlich wurde derweil Geschichte geschrieben: Der argentinische Ausnahmekönner Lionel Messi hat Miroslav Klose als alleinigen WM-Rekordtorschützen abgelöst. Mit seinem 18. Treffer bei einer Endrunde zog der Weltmeister von 2022 an dem ehemaligen DFB-Stürmer vorbei. Klose selbst nahm den Verlust seines Rekords mit einer gehörigen Portion Humor auf. Der 48-Jährige kommentierte in der Süddeutschen Zeitung gewohnt trocken, er habe schließlich immer schon gewusst, dass Messi spielerisch einiges zu bieten habe.
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