England-Legenden kritisieren Thomas Tuchel trotz makelloser WM-Vorrunde
Trotz einer ungeschlagenen WM-Vorrunde wächst in England die Kritik an den taktischen Entscheidungen von Thomas Tuchel.
Mexiko hat sich bei der Heim-Weltmeisterschaft eindrucksvoll für das Achtelfinale qualifiziert. Nach einem souveränen 2:0-Sieg gegen Ecuador im Sechzehntelfinale steht „El Tri“ mit einer makellosen Bilanz in der Runde der letzten 16 und blickt nun auf das bevorstehende Duell gegen England.
Die nackten Zahlen lesen sich wie die Statistik eines echten Titelanwärters: Vier Spiele, vier Siege, acht erzielte Treffer und kein einziges Gegentor. Das Team von Nationaltrainer Javier Aguirre hat die anfängliche Rolle des Außenseiters längst abgelegt und sich zum Geheimfavoriten gemausert. Durch eine perfekte Gruppenphase mit Siegen gegen Südafrika (2:0), Südkorea (1:0) und Tschechien sicherten sich die Mittelamerikaner das begehrte Heimrecht im ehrwürdigen Aztekenstadion. Der frenetische Rückhalt der eigenen Fans treibt die Mannschaft an, ohne dass sie dabei ihre taktische Disziplin verliert. Auch Ecuador fand gegen dieses organisierte Abwehrbollwerk keinerlei Mittel.
Neben der defensiven Stabilität überzeugt der Co-Gastgeber durch seine enorme Wucht in der Offensive. Akteure wie Julian Quinones, der im Turnierverlauf bereits dreimal einnetzen konnte, Premier-League-Routinier Raul Jimenez und das europaweit umworbene Supertalent Gilberto Mora strotzen aktuell vor Selbstvertrauen. „Wir nutzen unseren Heimvorteil voll aus“, erklärte Mittelfeldspieler Érik Lira nach dem Erfolg gegen den Deutschland-Bezwinger Ecuador. Die Mexikaner präsentieren derzeit eine äußerst gefährliche Mischung aus temporeichem Vollgas-Fußball und kühler Abgezocktheit vor dem gegnerischen Tor.
Diese Kombination droht nun auch den Turnierfavoriten zum Verhängnis zu werden. Im Achtelfinale wartet aller Voraussicht nach die englische Nationalmannschaft unter der Leitung von Thomas Tuchel auf die Aguirre-Elf. Zwar gelten die „Three Lions“ auf dem Papier als Favorit, doch im bebenden Aztekenstadion dürfte die Rollenverteilung deutlich ausgeglichener ausfallen. Für Mexiko ist es das letzte echte Heimspiel des Turniers, ab einem möglichen Viertelfinale würde die Reise in den USA fortgesetzt werden. Ein Einzug in die Runde der letzten Acht wäre dabei ein gutes Omen: Bereits bei den vergangenen Heim-Weltmeisterschaften 1970 und 1986 erreichte die mexikanische Auswahl das Viertelfinale.
Trotz einer ungeschlagenen WM-Vorrunde wächst in England die Kritik an den taktischen Entscheidungen von Thomas Tuchel.
Beflügelt vom historischen Sieg gegen Deutschland will Ecuador nun auch WM-Co-Gastgeber Mexiko im Sechzehntelfinale ärgern.
Die drei Gastgeber-Nationen USA, Mexiko und Kanada haben die Gruppenphase der Weltmeisterschaft erfolgreich überstanden.