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Die kolumbianische Nationalmannschaft muss im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft einen herben Rückschlag hinnehmen. Vor dem K.-o.-Duell gegen die Schweiz am Dienstagabend in Vancouver plagen die Südamerikaner neben extremen Reisestrapazen auch das verletzungsbedingte Turnier-Aus von Stammstürmer Jhon Córdoba.

Defensiv stark, aber körperlich am Limit

Bislang präsentierten sich die Kolumbianer bei dieser WM als absolute Minimalisten. Mit nur einem einzigen Gegentor in vier Partien steht die Defensive wie ein Bollwerk. Dieser Stabilität reichten ein 3:1-Auftakterfolg gegen Usbekistan sowie zwei knappe 1:0-Arbeitssiege gegen die DR Kongo und Ghana, um das Ticket für die Runde der letzten 16 zu buchen.

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Hinter den Kulissen kämpft die Mannschaft von Cheftrainer Néstor Lorenzo jedoch mit den Begleiterscheinungen des Turniers. Die Südamerikaner haben bereits rund 17.000 Flugkilometer in den Knochen. Der Weg führte von Mexiko-Stadt über Guadalajara, Miami und Kansas City bis ins kanadische Vancouver. Diese enormen Distanzen fordern nun ihren Tribut in Form von Erschöpfung und einer leichten Grippewelle innerhalb des Teams.

WM-Aus für Ex-Bundesliga-Profi Córdoba

Das weitaus größere sportliche Problem stellt der Ausfall von Jhon Córdoba dar. Der Angreifer, der in der Vergangenheit für den 1. FC Köln, Mainz 05 und Hertha BSC auf Torejagd ging, zog sich in der Anfangsphase gegen Ghana eine schwere Muskelverletzung zu. Bereits nach acht Minuten musste der 33-jährige Routinier vom Feld. Inzwischen ist klar: Für den beim russischen Erstligisten FK Krasnodar unter Vertrag stehenden Stürmer ist die WM vorzeitig beendet.

Für den argentinischen Übungsleiter Lorenzo bedeutet dies ein massives taktisches Umdenken. Ihm bricht der wichtigste Anläufer für das Pressing und der physisch stärkste Zielspieler bei eigenem Ballbesitz weg. Ein vergleichbares Profil für das von Lorenzo bevorzugte körperbetonte Spiel sucht man im restlichen Aufgebot vergebens.

Suárez als logischer Ersatz gegen die Schweizer Auswahl

Gegen die defensiv gut organisierte Schweizer Nati muss Kolumbien im Angriffszentrum folglich improvisieren. Die besten Karten auf einen Startelfeinsatz dürfte Luis Suárez haben. Der 28-jährige Stürmer von Sporting Lissabon ersetzte den verletzten Córdoba bereits im Sechzehntelfinale und bringt zumindest ansatzweise die geforderte physische Durchschlagskraft mit.

Zwar steht mit Cucho Hernández von Betis Sevilla noch ein dritter nomineller Mittelstürmer im Kader, doch Suárez gilt als Favorit für die Startformation. Klar ist: Ohne ihren offensiven Fixpunkt wird das Achtelfinale für Los Cafeteros zu einem echten Härtetest, bei dem sich die Kolumbianer wohl einmal mehr auf ihre bis dato überragende Abwehrreihe verlassen müssen.

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