England beendet die Southgate-Ära: Tuchel entfesselt Team gegen Kroatien
Thomas Tuchel beendet den passiven Southgate-Stil und führt England bei der WM 2026 zu einem 4:2-Spektakel gegen Kroatien.
Der ghanaische Nationalspieler Antoine Semenyo trifft bei der Weltmeisterschaft in einem hochemotionalen Duell auf sein Geburtsland England. Für den 26-jährigen Angreifer von Manchester City schließt sich damit auf der größten Fußball-Bühne der Welt ein besonderer Kreis, nachdem er sich trotz seiner Londoner Wurzeln für das Heimatland seiner Eltern entschieden hatte.
Seit seinem 72-Millionen-Euro-Wechsel vom AFC Bournemouth zu Manchester City im vergangenen Januar gilt der Offensivmann als teuerster ghanaischer Fußballer der Geschichte. Dass er diese Summe wert ist, bewies der pfeilschnelle Stürmer spätestens im FA-Cup-Finale im Mai. Nach Vorarbeit von Erling Haaland sicherte er den Skyblues mit einem sehenswerten Hackentor den Titel gegen den FC Chelsea. Insgesamt verbuchte der Angreifer in seinem ersten Halbjahr unter Pep Guardiola starke elf Treffer in 27 Pflichtspielen. Obwohl er in der englischen Hauptstadt aufwuchs, stand seine internationale Laufbahn nie zur Debatte. Die tief verwurzelte Verbindung seiner Eltern zu Ghana prägte ihn so sehr, dass er sofort zusagte, als der westafrikanische Verband anklopfte.
Bei der aktuellen Endrunde starteten die Afrikaner mit einem hart umkämpften Erfolgserlebnis in das Turnier. Im Auftaktspiel gegen den krassen Außenseiter Panama dauerte es allerdings bis tief in die Nachspielzeit, ehe Caleb Yirenkyi den erlösenden 1:0-Siegtreffer markierte. Obwohl Semenyo in dieser zähen Partie trotz zweier Torschüsse weitgehend blass blieb, wurde er dennoch zum Spieler des Spiels gekürt. Im Nationaltrikot wartet der 26-Jährige jedoch noch darauf, dass der Knoten endgültig platzt. In bisher 35 Länderspielen gelangen ihm lediglich drei Treffer. Auch sein erstes WM-Tor lässt nach drei Einsätzen auf dieser Bühne weiter auf sich warten.
Nun wartet mit England der ultimative Härtetest auf Ghana. Für Semenyo, dessen unbändige Leidenschaft für den Fußball laut seinem Vater Larry schon in Kindertagen so manche Fensterscheibe im familiären Wohnzimmer kostete, ist dieses Aufeinandertreffen weitaus mehr als nur ein gewöhnliches Gruppenspiel. Die ganze Nation sehnt sich nach den glorreichen Tagen von 2010 zurück, als Spieler wie Asamoah Gyan und Sulley Muntari das Team bis ins Viertelfinale trugen. Ein starker Auftritt des City-Stars gegen sein Geburtsland könnte nicht nur seine persönliche Ladehemmung im Nationaldress beenden, sondern auch Ghanas Träume vom erneuten Einzug in die K.o.-Phase massiv befeuern.
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