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Die uruguayische Nationalmannschaft steht beim WM-Gruppenfinale mit dem Rücken zur Wand. Am Samstag (02:00 Uhr MESZ) benötigt das Team von Trainer Marcelo Bielsa zwingend einen Sieg gegen den Europameister Spanien, um ein blamables Vorrunden-Aus in der Gruppe H zu verhindern. Nach zwei enttäuschenden Unentschieden wächst der Druck auf Spieler und Trainerstab enorm.

Zitterpartie nach mageren Auftritten

Eigentlich schien der Weg in die K.o.-Phase für „La Celeste“ in der Gruppe H eine reine Formsache zu sein. Neben Favorit Spanien galten Saudi-Arabien und Kap Verde als klare Außenseiter, gegen die Pflichtsiege eingeplant waren. Die Realität auf dem Rasen sah jedoch anders aus: Nach einem 1:1 gegen die Saudis und einem 2:2 gegen Kap Verde findet sich der Co-Gastgeber der kommenden Weltmeisterschaft zwar noch auf dem zweiten Tabellenplatz wieder, überzeugte dabei jedoch in keiner Phase. Ideenlos, lethargisch und offensiv viel zu harmlos – so präsentierten sich die Südamerikaner in den bisherigen Partien.

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El Loco polarisiert abseits des Rasens

Während die sportlichen Leistungen stagnieren, sorgt Trainer Marcelo Bielsa abseits des Platzes für Schlagzeilen. Der als El Loco (der Verrückte) bekannte 70-jährige Argentinier verließ kürzlich das offizielle FIFA-Fotoshooting mit der Begründung, er sei schließlich kein Modell. Auch an den offiziell angesetzten Trinkpausen ließ die Trainer-Legende kein gutes Haar und kritisierte lautstark, diese würden dem Fußball den Charakter nehmen. Bielsas polarisierende Art ist bekannt, doch angesichts der aktuellen sportlichen Misere gerät seine Personalie immer stärker ins Zentrum der Kritik.

Offensivflaute trotz namhafter Stars

Der Glanz vergangener Tage, als eine goldene Generation um Diego Forlán, Luis Suárez und Edinson Cavani die Fußballwelt verzückte, ist spürbar verblasst. Zwar verfügt der aktuelle Kader mit Akteuren wie Real Madrids Vizekapitän Federico Valverde, Maxi Araújo oder Darwin Núñez nominell über hohe Qualität, doch auf dem Platz lässt sich diese derzeit nicht in Zählbares ummünzen.

Die Leistungskurve von Stürmer Núñez steht stellvertretend für die aktuelle Formkrise. Zum Auftakt gegen Saudi-Arabien blieb er völlig blass und wurde bereits zur Halbzeit ausgewechselt. Gegen Kap Verde folgte der nächste Dämpfer, als er erst für die letzten 20 Minuten ins Spiel kam und der Partie keine entscheidenden Impulse mehr geben konnte. Gegen Spanien muss nun eine gewaltige Leistungssteigerung her, andernfalls droht Uruguay das vorzeitige Aus auf der großen WM-Bühne.

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