WM 2026: Christophe Dugarry verteidigt Kylian Mbappé gegen Real-Kritiker
Christophe Dugarry nimmt Kylian Mbappé nach dessen starken WM-Auftritten gegen die harte Kritik aus Madrid in Schutz.
Am Mittwochabend (21:00 Uhr) kommt es bei der Fußball-WM zu einem geschichtsträchtigen Halbfinale. Die englische Nationalmannschaft trifft auf Argentinien und steht dabei vor einer monumentalen Aufgabe: Sie muss Lionel Messi stoppen. Der 39-jährige Superstar trägt sein Team aktuell nahezu im Alleingang durch das Turnier und weckt bei den Briten bittere Erinnerungen an eine schmerzhafte Niederlage aus dem Jahr 1986.
Eigentlich gilt Fußball als klassischer Mannschaftssport, doch die südamerikanische Auswahl setzt diese Regel bei der aktuellen Endrunde eindrucksvoll außer Kraft. Mit 17 Turniertoren stellt das Team eine beachtliche Offensive, doch die Abhängigkeit vom Kapitän ist eklatant. Ganze acht dieser Treffer gehen allein auf das Konto des Ausnahmespielers. Zum Vergleich: Der zweitbeste argentinische Torschütze, Lautaro Martinez, steht bei lediglich zwei Toren. Der pfeilschnelle Routinier dominiert das Spielgeschehen, kreiert Chancen aus dem Nichts und fungiert als ultimativer Entscheider auf dem Rasen. Ein argentinisches Team ohne seinen Superstar scheint in der aktuellen Form schier unvorstellbar.
Für England birgt dieses Aufeinandertreffen eine ganz besondere Brisanz. Die Mannschaft, die nach ihrem ersten WM-Titel seit 1966 lechzt, kennt das ohnmächtige Gefühl nur zu gut, von einem argentinischen Einzelkönner aus dem Turnier geworfen zu werden. Vor 40 Jahren, bei der Weltmeisterschaft 1986, war es der legendäre Diego Maradona, der die Engländer im Viertelfinale verzweifeln ließ. Damals dominierte die Nummer 10 das gesamte Turnier und steuerte fünf Tore sowie fünf Vorlagen zum späteren Titelgewinn bei.
Unvergessen bleiben dabei die „Hand Gottes“ und das WM-Jahrhunderttor, mit denen Maradona das Schicksal der Briten im Alleingang besiegelte. Nun, vier Jahrzehnte später, tritt Messi endgültig aus dem Schatten seines Idols und inszeniert seine eigene One-Man-Show. Für die englische Defensive lautet die entscheidende Frage: Lässt sich das historische Trauma überwinden, oder scheitert der Traum vom Titel erneut an einem argentinischen Genie?
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