Rodri träumt von Real Madrid: WM-Star lässt Zukunft bei Man City offen
Der spanische Weltmeister Rodri zögert bei seiner Vertragsverlängerung in Manchester und liebäugelt mit Real Madrid.
Die Fußball-Weltmeisterschaft erweist sich einmal mehr als riesiges Schaufenster für unerwartete Helden. Während überraschende Akteure wie der vereinslose Vozinha oder Paraguays Orlando Gill nach starken Turnierleistungen vor lukrativen Vereinswechseln stehen, relativiert Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche den generellen Einfluss des Turniers auf exorbitante Ablösesummen von Top-Stars.
Für den 40-jährigen Nationalkeeper der Kapverden hat sich die Weltbühne in vollem Umfang ausgezahlt. Mit vier überragenden Auftritten sammelte der Routinier nicht nur fast 30 Millionen neue Follower auf Instagram, sondern weckte auch handfestes Interesse auf dem globalen Transfermarkt. Nach einer echten Weltenbummler-Karriere, die ihn über 15 Jahre von Zypern über Moldawien bis in die zweite portugiesische Liga und nach Angola führte, stehen nun prominente Adressen Schlange.
Neben sehr lukrativen Angeboten aus der Saudi Pro League und dem spanischen Erstligisten Real Betis Sevilla soll laut Medienberichten vor allem Inter Miami intensiv um die Dienste des vereinslosen Schlussmanns buhlen. Ein Wechsel zum Klub von Lionel Messi wäre der späte Höhepunkt seiner Laufbahn.
Ähnlich steil zeigt die Kurve für Orlando Gill nach oben. Der 26-jährige paraguayische Torhüter, der aktuell beim argentinischen Erstligisten CA San Lorenzo unter Vertrag steht, trieb während des Turniers unter anderem die deutsche Offensive zur Verzweiflung. Diese Leistungen blieben auf dem Kontinent nicht unbemerkt: Erstmals in seiner Karriere wird der Keeper intensiv mit zahlreichen europäischen Vereinen in Verbindung gebracht, die auf der Suche nach einem sicheren Rückhalt sind.
Historisch gesehen galten Turniere oft als extreme Preistreiber. Das Paradebeispiel lieferte James Rodríguez, der nach der WM 2014 für rund 75 Millionen Euro zu Real Madrid wechselte. Auch der Argentinier Enzo Fernández sah seinen Wert nach der Endrunde 2022 explodieren, als der FC Chelsea 120 Millionen Euro für ihn auf den Tisch legte. Doch Markus Krösche bewertet die aktuelle Lage auf dem Transfermarkt nüchterner.
Der erfahrene Sportvorstand der Frankfurter Eintracht macht deutlich, dass ein gutes Turnier heute nicht mehr automatisch den Marktwert von gestandenen Profis vervielfacht. Das globale Fußball-Business hat laut Krösche dazugelernt. Die Scouting-Abteilungen der Klubs arbeiten mittlerweile wesentlich strategischer und langfristiger, sodass wenige starke Spiele bei einer Endrunde nicht mehr dasselbe Gewicht für millionenschwere Transferentscheidungen tragen wie noch vor einem Jahrzehnt. Für unentdeckte Spieler aus kleineren Ligen bleibt die Weltmeisterschaft jedoch weiterhin das perfekte Sprungbrett.
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