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Das Fußball-Märchen geht weiter: Kap Verde hat bei der Weltmeisterschaft sensationell die K.o.-Runde erreicht. Ein hart umkämpftes 0:0 gegen Saudi-Arabien in Houston reichte dem krassen Außenseiter, um als Gruppenzweiter in das Sechzehntelfinale einzuziehen. Dort wartet nun das größte Spiel der Verbandsgeschichte gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien.

Historischer Meilenstein für den Inselstaat

Mit dem dritten Unentschieden im dritten Gruppenspiel sicherte sich der drittkleinste WM-Teilnehmer der Geschichte sensationell das Ticket für die nächste Runde. Erstmals seit der Weltmeisterschaft 2006, als die Ukraine und Ghana debütierten, übersteht damit ein Turnier-Neuling die Gruppenphase. Bemerkenswert: Die Afrikaner blieben in der anspruchsvollen Gruppe H zwar ohne Sieg, aber dank leidenschaftlicher Auftritte eben auch ungeschlagen. Nach den überraschenden Punktgewinnen gegen die früheren Weltmeister Spanien (0:0) und Uruguay (2:2) veredelte die Mannschaft von Trainer Pedro Leitao Brito ihre starke Vorrunde und machte das Wunder perfekt.

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Zähes Ringen gegen Saudi-Arabien in Houston

Die Ausgangslage vor der Partie war brisant. Auch Saudi-Arabien, trainiert vom gebürtigen Frankfurter Georgios Donis, rechnete sich nach einem Remis gegen Uruguay zum Auftakt noch Chancen auf das Weiterkommen aus. Dementsprechend nervös begannen beide Mannschaften das entscheidende Duell. Die erste Halbzeit war geprägt von vielen Fouls, ungenauem Passspiel und kaum nennenswerten Torraumszenen. Zu allem Überfluss mussten die Saudis bereits in der 30. Minute den verletzungsbedingten Ausfall von Hassan Al-Tambakti verkraften, der mit einer Trage vom Feld gebracht wurde.

Während auf dem Platz die Leichtigkeit fehlte, sorgten die Fans der Blauen Haie auf den Rängen für ausgelassene Stimmung. Besonders laut wurde es, als die Zwischenstände des Parallelspiels auf der Videoleinwand aufleuchteten und die spanische Führung gegen Uruguay das Weiterkommen der Kapverder greifbar machte. Der starke Torwart Vozinha wurde erst tief in der Nachspielzeit der ersten Hälfte bei einem Kopfball von Salem Al-Dawsari ernsthaft geprüft.

Vergebene Chancen und das ultimative Duell mit Lionel Messi

Nach dem Seitenwechsel übernahm der Inselstaat zunehmend die Kontrolle und drängte auf den Siegtreffer. Kevin Pina, der bereits gegen Uruguay das erste WM-Tor des Underdogs erzielt hatte, verfehlte das Gehäuse mit einem Distanzschuss nur knapp (50.). In der Schlussphase ließ Laros Duarte (75.) sogar die größte Möglichkeit der Partie frei stehend liegen. Am Ende reichte das torlose Remis zum großen Jubel, während Saudi-Arabien als Tabellenletzter mit nur zwei Punkten enttäuscht die Heimreise antreten muss.

Der Blick der tapferen Debütanten richtet sich nun nach Miami. In der Nacht auf den 4. Juli (0:00 Uhr MESZ) kommt es im Sechzehntelfinale zum absoluten Highlight: Kap Verde trifft auf Superstar Lionel Messi und die argentinische Nationalmannschaft. Ein David-gegen-Goliath-Duell, das nicht nur Fußballromantiker, sondern auch Sportwetten-Fans weltweit elektrisieren dürfte.

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