Cody Gakpo trauert um ungeborenes Baby vor K.o.-Spiel gegen Marokko
Der niederländische Nationalspieler Cody Gakpo und seine Freundin trauern um den Verlust ihres ungeborenen Babys.
Marokko steht im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft. In einem hochdramatischen K.o.-Spiel im mexikanischen Monterrey setzten sich die Nordafrikaner im Elfmeterschießen mit 3:2 gegen die Niederlande durch. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. Damit besiegelt die marokkanische Auswahl das frühe Turnier-Aus der Oranje-Elf.
Lange Zeit sahen die Niederländer wie der sichere Sieger aus. Nach einer taktisch geprägten Anfangsphase, in der die Mannschaft von Trainer Mohamed Ouahbi den Ballbesitz großteils dem Gegner überließ, belohnte Cody Gakpo die Elftal. Der Angreifer traf in der 72. Minute nach einer artistischen Vorarbeit von Crysencio Summerville zur Führung. Doch die Defensive der Niederländer hielt dem finalen Druck nicht stand. In der ersten Minute der Nachspielzeit schockte Issa Diop die Europäer mit dem späten Ausgleichstreffer und rettete sein Team in das ultimative Nervenspiel.
Das anschließende Schießen vom Punkt glich einem Thriller. Drei Aluminiumtreffer und ein kurioses halbes Torwart-Eigentor sorgten für permanente Wendungen. Letztlich verwandelten die Marokkaner drei ihrer Versuche, während die Niederländer nur zweimal trafen. Damit holte die Elftal ihr historisches WM-Trauma wieder ein: Bereits 1998, 2014 und beim letzten Turnier 2022 in Katar war die Nation auf genau diese Weise gescheitert. Abwehrspieler Denzel Dumfries zeigte sich nach dem Schlusspfiff entsprechend niedergeschlagen und bezeichnete das erneute Aus im Elfmeterschießen als enorm frustrierend. Marokkos Kapitän Achraf Hakimi hob hingegen die herausragende mentale Stärke seiner müden, aber unheimlich stolzen Truppe hervor.
Dass die Partie überhaupt derart lange offen blieb, lag an zwei glänzend aufgelegten Torhütern. Im ersten Durchgang hielt der niederländische Schlussmann Bart Verbruggen sein Team mit starken Reflexen gegen Neil El Aynaoui und einer Weltklasse-Parade gegen Hakimi im Spiel. Auf der Gegenseite verhinderte Bono mit einer Glanztat gegen Micky van de Ven den Rückstand. Für die marokkanische Auswahl geht das Turnier nun in die nächste heiße Phase: Bereits am Samstagabend fordert das Team in Houston den WM-Co-Gastgeber Kanada heraus.
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