5

Die SG Flensburg-Handewitt hat eindrucksvoll das Ticket für das Final Four der European League gelöst. Der Titelverteidiger gewann das Rückspiel beim TSV Hannover-Burgdorf klar mit 43:35 (22:20) und steht damit erneut in der Endrunde in Hamburg. Nach dem torreichen 39:39-Unentschieden im Hinspiel brachte eine deutliche Leistungssteigerung in der Abwehr am Dienstagabend die endgültige Entscheidung.

Kevin Möller als sicherer Rückhalt

Zu Beginn der Partie sahen die Zuschauer in Hannover ein temporeiches Duell, das nahtlos an den Schlagabtausch der Vorwoche anknüpfte. Beide Offensivreihen dominierten das Geschehen, während die Deckungsarbeit auf beiden Seiten zunächst vogelwild wirkte. Die Gastgeber aus Niedersachsen nutzten diese Phase besser und gingen durch Treffer von Nationalspieler Renars Uscins zwischenzeitlich mit 18:16 in Führung.

Der entscheidende Wendepunkt zugunsten der Schleswig-Holsteiner war die Einwechslung von Torhüter Kevin Möller. Der dänische Schlussmann vernagelte in der kritischen Phase kurz vor und nach dem Seitenwechsel seinen Kasten. Mit seinen Paraden ermöglichte er seiner Mannschaft einen spielentscheidenden 8:1-Lauf. Da der Flensburger Angriff weiterhin wie am Schnürchen lief und die Recken aus Hannover in der zweiten Hälfte keine Lösungen in der eigenen Abwehr fanden, wuchs der Vorsprung der Gäste unaufhaltsam an.

Rote Karte bremst den Titelverteidiger nicht

Die hitzige Atmosphäre des Nordduells zeigte sich bereits in der frühen Anfangsphase. Nach einem intensiven Gerangel verteilten die Schiedsrichter früh Zeitstrafen. Bereits in der zehnten Minute musste Flensburgs Rechtsaußen Domen Novak das Feld verlassen. Er sah die Rote Karte, nachdem er bei einer Aktion gegen Hannovers August Pedersen am Kreis den Fuß stehen ließ. Doch selbst dieser frühe Rückschlag brachte die SG-Offensive nicht aus dem Konzept.

Blick auf das Finalturnier in Hamburg

Während die Enttäuschung bei Hannover groß ist und Kapitän Marius Steinhauser bedauerte, dass sein Team nach starkem Beginn völlig den Faden verlor, herrscht im Flensburger Lager pure Erleichterung. SG-Kapitän Johannes Golla sprach von einer souveränen Leistung in der Schlussphase und betonte, dass mit dem Einzug in die Endrunde ein großes Saisonziel erreicht wurde.

Die SG Flensburg-Handewitt darf sich nun auf das Final Four freuen, das am 30. und 31. Mai in Hamburg ausgetragen wird. Wer der Gegner im Halbfinale sein wird, entscheidet sich bei der offiziellen Auslosung am kommenden Freitag in Wien.

Verwandte Beiträge