Das Geheimnis ist gelüftet und die Handball-Welt verneigt sich: Mathias Gidsel von den Füchsen Berlin ist zum dritten Mal zum Welthandballer des Jahres gewählt worden. Der dänische Ausnahmekönner schreibt damit Geschichte, denn er sichert sich die prestigeträchtige Auszeichnung als erster Spieler überhaupt zum dritten Mal in Folge. Mit diesem historischen Hattrick zementiert der 27-Jährige seinen Status als unangefochtener Dominator des Welthandballs.

Ein Rekord für die Geschichtsbücher

Was Mathias Gidsel in den letzten Jahren geleistet hat, sucht seinesgleichen. Zwar konnten auch die Legenden Nikola Karabatic und Mikkel Hansen die Trophäe dreimal in ihrer Karriere gewinnen, doch das Kunststück des direkten Titel-Hattricks gelang vor dem Rückraumspieler der Füchse niemandem. Da beide Konkurrenten ihre Karriere mittlerweile beendet haben, steht Gidsel nun gemeinsam mit ihnen an der Spitze der ewigen Bestenliste – und das im besten Handballeralter.

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning zeigte sich wenig überrascht, aber voll des Lobes: „Ein außergewöhnlicher Sportler, ein außergewöhnlicher Mensch, ein Sportler, der den Handball in den letzten Jahren geprägt hat.“ Für Hanning ist klar, dass an Gidsel derzeit kein Weg vorbeiführt: „Mit seiner Leidenschaft für den Sport ist er im Handball die herausragende Persönlichkeit.“

Titelhamster in Verein und Nationalmannschaft

Die Auszeichnung kommt nicht von ungefähr. Das Jahr 2024 war für den Linkshänder ein einziger Triumphzug. Mit den Füchsen Berlin feierte er die erste Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte und pulverisierte nebenbei seinen eigenen Bundesliga-Rekord für die meisten Feldtore. Auch auf internationaler Bühne glänzte der Däne: Er führte sein Team bis ins Champions-League-Finale gegen den SC Magdeburg und krönte sich trotz der Niederlage zum Torschützenkönig der Königsklasse.

Auch im Nationaltrikot blieb der „nimmermüde Antreiber“ das Maß aller Dinge. Im Januar führte er Dänemark zum Europameistertitel, wurde auch dort Torschützenkönig und MVP. „Das Niveau, das er über so eine lange Zeit zeigt, ist Beweis dafür, wie stark er ist“, analysiert Füchse-Trainer Nicolej Krickau die Konstanz seines Schützlings.

Gidsel bleibt bescheiden

Trotz der Superlative bleibt der Weltstar bodenständig. Individuelle Auszeichnungen seien ihm weniger wichtig als Mannschaftstitel, doch der Stolz schwingt mit. „Stellt man sich vor, man wird zum Besten in einer Sportart gekürt, das ist unglaublich“, so Gidsel. Besonders die Beständigkeit seiner Leistungen bedeutet ihm viel: „Jetzt mit Mikkel Hansen und Nikola Karabatic gleichauf zu sein, sagt meiner Meinung nach alles. Es ist unglaublich, dass mein Name neben diesen beiden steht.“

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